Makler müssen ortsunkundige Interessenten darauf hinweisen, dass eine angebotene Wohnung in einem „sozial problematischen Gebiet“ liegt. Sonst verlieren sie den Anspruch auf ihre Vermittlungsprovision. Das hat das Landgericht Heidelberg entschieden (Az. 2 S 46/05).

Ein Makler hatte einer Familie mit zwei kleinen Kindern ein Einfamilienhaus für die stolze Monatsmiete von 2 000 Euro vermittelt. Was er verschwieg: Das Haus liegt in einem Viertel, das wegen hoher Drogenkriminalität und sozialer Problemen verrufen ist. Die Richter sahen darin eine grobe Pflichtverletzung des Maklers und wiesen seine Klage auf Zahlung der Provision ab.

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