Wohnungsrenovierung Meldung

Viele Mieter können sich von ihren ehemaligen Vermietern noch nach Jahren Geld für Schönheitsreparaturen zurückholen. Wer ab dem Jahr 2004 aus einer Mietwohnung ausgezogen ist und dabei anteilige Renovierungskosten gezahlt hat, kann sie vom Vermieter zurückfordern.

Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass Abgeltungsklauseln in Mietverträgen unwirksam sind (Az. VIII ZR 52/06; siehe Finanztest 12/06: Meldung Schönheitsreparaturen). Solche Klauseln verpflichten den Mieter, anteilig für die Wohnungsrenovierung zu zahlen, wenn er vor Ablauf der vertraglichen Renovierungsfristen auszieht. Ist etwa eine Küchenrenovierung nach drei Jahren vorgeschrieben, soll der Mieter pauschal 33 Prozent der Kosten ­tragen, wenn er nach einem Jahr auszieht.

Wer nach seinem Auszug zum Beispiel nur eine gekürzte Kaution wiederbekam, kann den Rest nun zurückverlangen, wenn

  • die Abgeltungsklausel Bestandteil eines vorformulierten Mietvertrags war und
  • die Klausel ohne Rücksicht auf den Renovierungsbedarf anhand starrer Fristen festgelegt hat, was Mieter bei Auszug zahlen müssen.

Wer statt zu zahlen renoviert hat, kann zwar Ersatz für die Wertsteigerung der Wohnung verlangen. Er hat aber das Problem zu belegen, wie der Wert durch die Renovierung gestiegen ist.

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