Eine Wohnung ist mangelhaft, wenn wegen der Möbel drei- bis viermal am Tag gelüftet werden muss, um Schimmel zu verhindern. Hat der Vermieter versäumt darauf hinzuweisen, kann der Mieter nichts für den daraus resultierenden Schimmelbefall, entschied das Land­gericht Aachen (Az. 2 S 327/14). Als sich im Frühling im Schlaf­zimmer eines Mieters Schimmel bildete, machte ihn seine Vermieterin dafür verantwort­lich und verlangte von ihm Ersatz für die entstandenen Kosten. Ein Sach­verständiger hatte als Schimmel­ursache die an der Außenwand stehenden Möbel fest­gestellt, wodurch eine nied­rigere Innen­oberflächen­temperatur entstand. Der Mieter hätte deswegen mehr lüften und heizen müssen. Die Vermieterin hatte das aber nicht mitgeteilt. Den Mieter traf keine Schuld. Das Aufstellen von Möbeln, so das Gericht, gehört zur vertrags­gemäßen Nutzung der Wohnung. Die Kosten muss die Vermieterin selbst tragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 11 Nutzer finden das hilfreich.