Mieter, die nach einer berechtigten Eigenbe­darfs­kündigung die Wohnung nicht frist­gerecht räumen, müssen ihrem Vermieter dadurch entstandene Miet­einbußen ersetzen. Das hat das Amts­gericht Aachen entschieden (Az. 107 C 263/13).

Ein Vermieter hatte gekündigt, weil er die Wohnung einem Angehörigen über­lassen wollte, der 150 Euro mehr Miete im Monat gezahlt hätte. Der Mieter ließ die Kündigungs­frist verstreichen und zog erst 13 Monate später nach erfolg­reicher Räumungs­klage des Vermieters aus.

Der Exmieter muss ihm nun entgangene Miet­einnahmen in Höhe von 2 300 Euro ersetzen. Zur Mietdifferenz von 150 Euro im Monat kamen noch zwei volle Monats­mieten hinzu. Denn der neue Mieter zog erst zwei Monate nach der Räumung ein, weil er vorüber­gehend eine andere Wohnung gemietet hatte.

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