Wohnungskauf Schadenersatz für falsche Beratung

11.12.2007

Ein Immobilienverkäufer muss Schadenersatz leisten, wenn er den Kaufinteressenten falsch berät und durch eine irreführende Wirtschaftlichkeitsberechnung zum Vertragsabschluss bewegt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. V ZR 227/06).

Das Anlagekonzept des Verkäufers sah vor, dass der Käufer der Eigentumswohnung einem Mietenpool beitritt. Im Mietenpool werden die mit mehreren Wohnungen eines Hauses erzielten Mieterträge auf alle Eigentümer aufgeteilt. Der einzelne Wohnungskäufer hat so weniger Risiko, falls er seine Wohnung nicht vermieten kann. Allerdings trägt er auch das Risiko, wenn andere Wohnungen der Anlage leer stehen.

Bei der Kalkulation der Mieteinnahmen hatte der Verkäufer dieses Risiko nicht berücksichtigt. Tatsächlich betrug der Leerstand zeitweise 15 Prozent. Drei Jahre lang mussten die Käufer Nachzahlungen in den Mietenpool leisten, die Mietausschüttungen wurden gesenkt.

Auf das Leerstandsrisiko hätte der Verkäufer hinweisen müssen, entschieden die Richter. Sie verurteilten den Verkäufer dazu, den Wohnungsverkauf rückabzuwickeln und Schadenersatz zu leisten.

11.12.2007
  • Mehr zum Thema

    Baukredit-Vergleich Der beste Kredit fürs Traum­haus

    - Keine Baufinanzierung ist wie die andere. Unser Baukredit-Vergleich zeigt, in welchem Fall es Kredite schon ab 0,45 Prozent gibt und wann 1,08 Prozent ein Spitzen­angebot...

    Eigentums­wohnung Grund­regeln der Eigentümer­gemeinschaft

    - Wer eine Eigentums­wohnung kauft, wird Teil einer Wohnungs­eigentümer­gemeinschaft (WEG). Hier lesen Sie, wie sie funk­tioniert worauf Sie als Wohnungs­käufer achten sollten.

    Privater Wohnungs­verkauf Makler­anruf erlaubt

    - Wer seine Immobilie selbst, also ohne Makler, verkaufen will und in der Verkaufs­anzeige seine Telefon­nummer angibt, muss auch mit Anrufen von Maklern rechnen, die sich...