Wohnungseigentümer können künftig leichter Entscheidungen treffen. Mit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes, die voraussichtlich zum 1. Juli in Kraft tritt, reichen in vielen Fällen Mehrheitsbeschlüsse, wo bisher Einstimmigkeit erforderlich war. Das betrifft vor allem:

Kostenverteilung: Oft wird zum Beispiel der Wasserverbrauch nach Quadratmetern, Miteigentumsanteilen oder Bewohnerzahl abgerechnet. Künftig kann eine Mehrheit die Abrechnung nach individuellem Verbrauch beschließen.

Verwalter: Sein Honorar ist oft für große Wohnungen höher als für kleine, obwohl der Aufwand für beide gleich ist.

Umbau: Für einige bauliche Änderungen soll eine Dreiviertel-mehrheit reichen, sodass nicht einzelne Quertreiber Modernisierungen verhindern können. „Das erleichtert zum Beispiel den Einbau eines Aufzugs“, meint Rechtsanwalt Wolf-Bodo Friers, Geschäftsführer von Haus & Grund Deutschland.

Eintrag: Außerdem müssen nicht mehr alle wesentlichen Änderungen ins Grundbuch eingetragen werden. Es reicht die Aufnahme in eine Beschlusssammlung, die der Verwalter anlegt.

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