Hat in einer zerstrittenen Gemeinschaft von zwei Eigentümern einer der beiden für den anderen in vier Jahren 4 500 Euro Gemeinschaftskosten vorgestreckt, kann er das Geld direkt vom Miteigentümer fordern. Er braucht keinen Mehrheitsbeschluss über eine Jahresabrechnung oder einen Wirtschaftsplan, entschieden die Richter am Landgericht München I (Az. 1 S 10225/08). Denn so ein Beschluss wäre unter den Streitenden praktisch unmöglich.

Im Streitfall gehörte jedem Eigentümer die Hälfte der Anlage. Mit Zahlungsbelegen konnte ein Eigentümer nachweisen, dass er 9 000 Euro für Gemeinschaftskosten ausgegeben hatte, obwohl er nur die Hälfte davon tragen muss.

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