Wohnungs­brand in der Weihnachts­zeit Meldung

Trockene Zweige fangen Feuer – es droht ein Wohnungs­brand.

Alle Jahre wieder – brennen Weih­nachts­­bäume in deutschen Wohn­zimmern, oft mit gravie­renden Folgen. Häufig lösen unbe­auf­sichtigte Kerzen den Brand aus. Drei Versicherungen sind wichtig, um sich finanziell gegen Schäden abzu­sichern: Hausrat-, Wohn­gebäude- und Privat­haft­pflicht­versicherung. test.de gibt Tipps zu Versicherungs- und Brand­schutz.

Im Dezember brennt der Baum

Die Pressemeldungen der Versicherungs­wirt­schaft zum Jahres­ende gleichen sich Jahr um Jahr: Im Dezember schnellen die Brandzahlen nach oben. Rund 12 000 Brände registrierten die Versicherer im Jahr 2011. Der Schaden durch Brände summierte sich auf rund 34 Millionen Euro. Die Gesamt­zahl der Brände ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Die Schadens­höhe aber steigt kontinuierlich.

Schutz für Hausrat und Geschenke

Eine Hausrat­versicherung ersetzt nach einem Feuer Schäden an Möbeln, Geräten und sons­tigem Mobiliar. Versicherte erhalten die Kosten für die Neuanschaffung ersetzt. Der Versicherer kommt auch für die Reinigung und Reparatur von Gegen­ständen – wie Teppiche oder Gardinen – auf, wenn das noch möglich oder nötig ist. Auch Schäden durch eindringendes Lösch­wasser sind versichert. Und ruiniert der brennende Baum die darunter liegenden Geschenke, sind auch diese mitversichert. Brennt ein glühender Rest vom Kerzendocht ein Loch in den Teppich, springt der Hausrat­versicherer dagegen in der Regel nicht ein. Solche so genannten Seng­schäden lassen sich aber zusätzlich versichern.

Kerzen im Auge behalten

Wer Kerzen aufstellt, sollte sie nie unbe­aufsichtigt lassen. Andernfalls kann es sein, dass Versicherte einen Teil des Schadens selbst bezahlen, denn bei grober Fahr­lässig­keit muss die Hausrat­versicherung den Schaden nicht in vollem Umfang bezahlen.

Tipp: Was Hausrat­versicherungen von insgesamt 54 Versicherern im Detail leisten und was sie kosten zeigt der Test Hausratversicherungen. Mehr zum Thema Vorsatz und Fahr­lässig­keit lesen Sie im Artikel Aufgepasst bei Fahrlässigkeit.

Wohn­gebäude­versicherung

Steht das Haus in Flammen oder wird das Gebäude durch einen kleineren Brand beschädigt, kommt die Wohn­gebäude­versicherung des Eigentümers dafür auf.

Tipp: Finanztest bietet das Themenpaket Gebäudeversicherungen mit den Tests Wohn­gebäude- und Elementarschaden­versicherungen.

Privathaft­pflicht-Versicherung

Greift ein Feuer so stark um sich, dass Personen oder Sachen Dritter beschädigt werden, ist dies ein Fall für die private Haft­pflicht­versicherung. Diese Police ist eigentlich für jede Privatperson Pflicht. Mieter sollten beim Abschluss darauf achten, dass ihr Versicherungs­schutz auch „Mietsach­schäden“ umfasst. Dann gilt der Schutz auch, wenn Feuer einen Schaden am gemieteten Wohn­raum, zum Beispiel an Türen, Wänden, Fußböden oder Badkeramik verursacht.

Tipp: Finanztest hat rund 250 Familien­tarife von 72 Privathaft­pflicht­versicherern: Test Private Haftpflichtversicherung.

Schaden schnell melden

Wichtig: Der Geschädigte muss den Schaden unver­züglich – also so schnell wie möglich – beim Versicherer melden. Der Versicherer beauftragt dann zum Beispiel einen Schadens­gut­achter, der sich die Schäden vor Ort genau ansieht und dokumentiert. Bei kleineren Schäden erhalten Versicherungs­nehmer häufig ein Formular, in dem sie den Schaden genau angeben müssen.

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