Wohnungs­brand Meldung

Der Vermieter muss einen vom Mieter verursachten Brand­schaden in der Wohnung beseitigen, wenn der Schaden durch die Gebäude­versicherung gedeckt ist und deren Beiträge als Betriebs­kosten auf die Mieter umge­legt werden. Bis der Schaden behoben ist, darf der Mieter außerdem die Miete mindern, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. VIII ZR 191/13).

Die zwölfjäh­rige Tochter der Mieter hatte auf dem Herd einen Topf mit Öl erhitzt, das sich entzündete und einen Brand auslöste. Der Vermieter weigerte sich, den Schaden zu beseitigen. Seine Gebäude­versicherung wollte er dafür nicht in Anspruch nehmen, weil er steigende Beiträge befürchtete. Außerdem hätten die Mieter den Brand selbst verschuldet.

Die Richter urteilten zugunsten der Mieter. Sie dürften erwarten, dass sie als Gegen­leistung für ihre anteilig gezahlten Beiträge im Schadens­fall auch einen Nutzen von der Versicherung haben.

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