Garantierte Rückzahlung, 7 Prozent Zinsen, sicheres Immobilieninvestment – damit köderte die Woh­nungsbaugesellschaft Leipzig-West AG rund 27 000 Sparer. Deren Geld ist nun futsch: Die Gesellschaft meldete Konkurs an. test hatte mehrfach vor den Anleihen gewarnt. Nur 100 Millionen Euro sollen noch da sein, die Forderungen von Banken und Anlegern sollen jedoch drei- bis fünfmal so hoch sein.

Fast zeitgleich hat auch die DM Beteiligungen AG Insolvenz angemeldet. Betroffen sind etwa 7 000 bis 8 000 Sparer. Wie die Leipziger hatte auch sie hohe Zinsen mit Immobilieninvestments versprochen. Anlegerschützer haben den Verdacht, dass hinter beiden Konkursen ein und derselbe Kaufmann aus Nürnberg steckt.

Geschädigten Anlegern schicken die Insolvenz­verwalter Formulare, in die sie ihre Forderungen eintragen können. Unabhängig davon sollten Sparer von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, ob sie von anderen Verantwortlichen Schadenersatz verlangen können. Auch gegen die Vermittler sind Schadenersatzansprüche denkbar.

Gleichzeitig macht ein dritter Fall auf dem grauen Kapitalmarkt Schlagzeilen: Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen die Akzenta AG in Neubeuren. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Chmiel, sein Sohn Alexander sowie zwei weitere Vor­stands­mitglieder wurden verhaftet. Die Akzenta weist jedoch alle Vorwürfe zurück.

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