Wohnungsbau Meldung

Mehrere hundert Kunden sind von der Pleite des Fertighausherstellers Kampa betroffen. Einige stehen nun mit einem unfertigen Haus da.

Der Fertighaushersteller Kampa AG sowie seine Tochterfirmen wie die Kampa Haus GmbH sind pleite.

Inzwischen hat sich ein Investor die Rechte an dem Namen Kampa gesichert und bietet unter der Firma „Kampa GmbH“ Betroffenen den Weiterbau an.

„Das Angebot könnte für Bauherrn ­interessant sein, die kurz vor der Fertigstellung ihres Hauses stehen“, sagt Anwalt Gerhard Gerloff von der Verbraucherzentrale Bremen. Gerloff rät: Betroffene sollten aber auf jeden Fall Rechtsrat einholen bevor sie das Angebot unterschreiben. Anzahlungen von Kunden an die insolvente Kampa Haus GmbH will die neue Kampa GmbH zwar anrechnen. Offen ist aber zum Beispiel, ob sie auch die Gewährleistung für alte Baumängel übernimmt.

Will der Insolvenzverwalter der Kampa AG jetzt noch Geld, müssen Kampa-Kunden vorsichtig sein. Hat der Bau noch Mängel, sollten sie nicht vor Beseitigung der Mängel zahlen. Von einigen Kunden, die Kampa vor dem 1. Juni gekündigt hatten, fordert der Verwalter Schadenersatz. Auch diese Summe sollte niemand ungeprüft überweisen.

Tipp: Die Verbraucherzentrale Bremen hilft Betroffenen:
Tel. 0 42 1/16 07 77
baurecht@vz-hb.de

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