Wohngifte Meldung

Wer sanieren muss, um Schadstoffe aus Wohnräumen zu beseitigen, kann die Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzen – vorausgesetzt, er kann eine Gesundheitsgefährdung nachweisen. Wie dieser Nachweis erfolgt, hat der Bundesfinanzhof nun in zwei Urteilen festgelegt: Bei Asbest besteht in jedem Fall Gesund­heitsgefahr, un­­ab­hängig von einer bestimmten Konzentration. Deshalb reicht es, wenn ein amtliches Gut­achten, etwa vom Tüv, belegt, dass As­best­fa­sern freigesetzt werden (Az. III R 6/01). Bei anderen Giften wie Formaldehyd oder Holzschutz, die erst ab einer bestimmten Konzentra­tion gesund­heitsgefähr­lich sind, reicht auch ein Gutachten, wenn es die Überschreitung des Grenzwerts belegt. Wird der Wert nicht überschritten, muss ein ärztliches Attest bestätigen, dass eine Krankheit als Folge der Schadstoffbelastung vorliegt (Az. III R 52/99).

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