Wohn­gemeinschaft Meldung

Eine Wohn­gemeinschaft (WG) darf ihre Mitbewohner mehr­fach wechseln. Etwas anderes gilt nur, wenn der Miet­vertrag dies ausschließt. Die Aufnahme eines neuen Mieters ist deshalb kein Kündigungs­grund, urteilte das Land­gericht Berlin (Az. 65 S 78/13).

Anstelle der drei ursprüng­lichen Mieter einer Berliner WG waren mehr­fach andere Mitbewohner in das Miet­verhältnis einge­treten. Diese schlossen jeweils Nach­träge zum Miet­vertrag ab. Plötzlich verweigerte der Vermieter einem weiteren Wechsel die Zustimmung. Als der neue Mitbewohner dennoch einzog, kündigte der Vermieter frist­los und klagte auf Räumung.

Das Gericht wies die Klage ab. Für einen Wechsel der Mieter in einer WG sei zwar grund­sätzlich die Zustimmung des Vermieters nötig. Die WG habe aber ein Recht darauf, dass der Vermieter zustimme, wenn keine triftigen Gründe gegen das neue Mitglied sprächen. Wer eine Wohnung an eine WG vermiete, müsse deren Wechselrecht in Kauf nehmen.

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