Wohn­gebäude­versicherung Test

Flächen­deckend erhöhen die Wohn­gebäude­versicherer die Preise. Entweder der Kunde zahlt oder er wird gekündigt. Unser Test zeigt: Nur 32 von 97 Tarifen sind empfehlens­wert*. Und: Für viele Versicherte lohnt sich ein Wechsel, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen sind enorm. Sie können mehrere hundert Euro betragen. Finanztest sagt, wo es güns­tige Policen gibt – und wie Sie sich auch in Risiko­regionen günstig gegen Elementarschäden wie Über­schwemmungen versichern können.

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Drastische Preissteigerungen

Haus­eigentümer ärgern sich. Die Jahres­rechnung für ihre Gebäude­versicherung fällt nun deutlich höher aus als bisher. Zu unserem Aufruf an die Leser, uns ihre Erfahrungen zu schreiben, bekamen wir jede Menge verärgerte Zuschriften. „70 Prozent mehr“, schreibt einer. „Mir wurde gekündigt, obwohl ich nie einen Schaden hatte“ schimpft ein anderer.

Versicherer „sanieren“ ihren Kunden­bestand

Hintergrund: Fast alle Versicherer „sanieren“ derzeit ihren Kunden­bestand. Seit Jahren schreiben sie in der Gebäudes­parte Verluste, vor allem weil in Altbauten vermehrt Leitungs­lecks auftreten: jeden Tag im Schnitt 3 178-mal. Wenn der Kunde den höheren Preis nicht akzeptiert, wird er gekündigt. Doch es gibt güns­tige Alternativen, wie unser Test zeigt. Die Preise der einzelnen Anbieter klaffen weit auseinander.

Tarife für zwei Modell­häuser erhoben

Wir haben von 41 Versicherern 97 Angebote für zwei Modell-Einfamilien­häuser einge­holt: eine Bestands­immobilie und einen Neubau. Und haben für einen güns­tigen und einen teuren Stand­ort die Preise erhoben (Details siehe So haben wir getestet). Für unser erstes Modell – ein 22 Jahre altes Einfamilien­haus in Potsdam – kostet ein empfehlens­werter Tarif für den Dreifach­schutz (Sturm, Feuer, Leitungs­wasser) beim güns­tigsten Anbieter nur 238 Euro pro Jahr, beim teuersten 809 Euro. Für einen Neubau in Düssel­dorf wären im güns­tigsten Fall nur 233 Euro Jahres­beitrag fällig gewesen, im ungüns­tigsten Fall 557 Euro. Große Unterschiede fanden wir auch bei den Leistungen.

Nur 32 von 97 Tarifen empfehlens­wert

Nur 32 von 97 Tarifen halten wir für empfehlens­wert.* Sie bieten wichtige Zusatz­leistungen, zum Beispiel den Einschluss von Abbruch­kosten oder den Verzicht auf eine Kürzung der Entschädigung, wenn der Kunde den Schaden grob fahr­lässig verursacht hat.

Elementarschaden­versicherung

Ratsam ist zusätzlich eine Elementarschaden­versicherung – auch in Gegenden, in denen Über­schwemmungen, Erdbeben oder Lawinen kaum vorkommen. Das erlebten tausende Haus­eigentümer in Münster 2014. In wenigen Stunden setzte ein Starkregen Teile der Stadt unter Wasser – ein drei­stel­liger Millionenschaden. Der Elementar­schutz greift auch bei Starkregen. Allerdings ist die Police in vielen Regionen mit erhöhtem Über­schwemmungs­risiko nur bei wenigen Versicherern zu bekommen. Unser Test zeigt, wo es auch in Risikozonen güns­tige Verträge gibt.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. April 2016 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus Finanztest 8/2011.

* Korrigiert am 02. Mai 2016

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TestWohn­gebäude­versicherungStand der Daten: 30.03.2016
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