Wohngebäudeversicherung Meldung

Aus der Traum. Wenn sie nicht aufpassen, sind Hauskäufer nach einem Brand ruiniert.

Immobilienkäufer sollten sicherstellen, dass sie oder der Verkäufer bis zu ihrem Eintrag ins Grundbuch die Beiträge für die Wohngebäudeversicherung zahlen. Sonst geht der Versicherungsschutz verloren. Ob Käufer oder Verkäufer für einen Rückstand verantwortlich sind, spielt nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Jena keine Rolle (Az. 4 U 574/06).

Haus abgebrannt. Ein Thüringer hatte im Sommer 2004 ein Einfamilienhaus gekauft. Kurz bevor er im Dezember als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wurde, brannte das Haus ab. Der Gebäudeversicherer kam für den Schaden nicht auf. Der Verkäufer hatte den im September fälligen Beitrag nicht gezahlt und auf Mahnungen des Versicherers nicht reagiert.

Der Versicherer musste nach dem Urteil des OLG Jena den Käufer nicht über den ausstehenden Beitrag und den drohenden Versicherungsverlust informieren. Der Käufer muss sich selbst darum kümmern, dass die Versicherung bezahlt wird.

Ab Grundbucheintrag versichert. Nach einem Hausverkauf geht die Gebäudeversicherung auf den neuen Eigentümer über – aber erst, wenn er im Grundbuch eingetragen wird. Bis dahin bleibt der alte Eigentümer Versicherungsnehmer und dem Versicherer zur Beitragszahlung verpflichtet. Das gilt auch dann, wenn „Nutzen, Lasten und Gefahren“ der Immobilie laut Kaufvertrag bereits auf den Käufer übergegangen sind.

Tipps: Lassen Sie sich vom Verkäufer die Police und die letzte Beitragsrechnung mit Zahlungsbeleg aushändigen. Daran erkennen Sie, wann der nächste Beitrag fällig wird. Vereinbaren Sie mit dem Verkäufer, dass Sie ihn zahlen, falls er vor der Eigentumsüberschreibung fällig ist. Informieren Sie den Versicherer.

Prüfen Sie, ob die Versicherung günstig ist. Sie können innerhalb eines Monats nach Grundbucheintrag kündigen. Günstige Angebote finden Sie unter www.test.de/wohngebaeude.

Dieser Artikel ist hilfreich. 418 Nutzer finden das hilfreich.