Ein Kunde des Versicherers Allianz musste erst vor Gericht ziehen, um seinen Brand­schaden von 177 000 Euro komplett ersetzt zu bekommen. Streit gab es, weil im Versicherungs­vertrag für seinen Wohn­gebäude­schutz eine falsche Quadrat­meterzahl angegeben war. Die Wohn­fläche betrug 200 Quadrat­meter und nicht – wie es im Vertrag stand – 120 Quadrat­meter. Der Versicherer wollte wegen Unter­versicherung nur 43 Prozent leisten, obwohl ein Unter­versicherungs­verzicht vereinbart war.

Der Geschädigte bekam vor Gericht Recht. Sein Versicherungs­vermittler hatte bei Abschluss des Vertrags das Grund­stück besichtigt und vergessen, einen Anbau in die Police mitaufzunehmen. Da der Vermittler im Namen der Versicherungs­gesell­schaft tätig war, muss sie sich sein Verhalten zurechnen lassen, entschied das Ober­landes­gericht Saarbrücken (Az. 5 U 60/11-12).

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