Ein Haus­besitzer bleibt trotz Wohn­gebäude­versicherung auf 1 630 Euro Schaden für ein defektes Rohr im Treppen­haus und die Ursachen­forschung durch eine Firma sitzen.

Eine Rohr­verbindung eines Dunstab­zugs­systems hatte sich gelöst, Wasser war ausgetreten und hatte die Wand durch­nässt. Obwohl Schäden durch Leitungs­wasser versichert waren, zahlte der Wohn­gebäude­versicherer nicht. Argument: Laut Versicherungs­bedingungen seien lediglich Frost- und Bruch­schäden versichert, also „Ermüdungs­schäden“, die durch extreme Wetterbedingungen oder Material­verschleiß entstanden sind. In diesem Fall seien aber die Rohre an einem Knie­stück aus unbe­kannten Gründen auseinander­gefallen.

Der Geschädigte zog vor Gericht. Seiner Meinung nach stellt ein tech­nischer Defekt an einem Rohr­system immer einen ersatz­pflichtigen Schaden dar. Doch das Amts­gericht Erfurt gab dem Gebäude­versicherer recht.

Der Haus­besitzer erhielt nur die 566 Euro für den Neuanstrich des Treppen­hauses vom Versicherer ersetzt. Dieser Folgeschaden war vom Versicherungs­schutz gedeckt (Az. 5 C 1432/12).

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