Quadratmeterpreise sind nicht immer vergleichbar. Seit Jahresbeginn gilt eine neue Wohnflächenverordnung (WoFlV), die die „Zweite Berechnungsverordnung“ ersetzt. Sie bringt Anpassungen an moderne Bautechniken, ändert in der Praxis aber wenig: Auch sie gilt nur für öffentlich geförderte Wohnungen. Für den freien Markt hingegen fehlt eine verbindliche Berechnung. Vermieter und Verkäufer haben die Wahl, sie müssen nur ihre Berechnungsgrundlage angeben: ob WoFlV, ob alte Verordnung oder die aktuelle DIN 277. Teils wird sogar noch die alte DIN 283 benutzt, die schon vor 20 Jahren zurückgezogen wurde. Oder es werden mehrere Berechnungsarten gemischt. So können beim selben Haus mehrere Quadratmeter Differenz entstehen. Flächen unter Dachschrägen zwischen ein und zwei Meter Höhe etwa sind nach WoflV zur Hälfte anzurechnen, nach DIN 277 gelten sie voll als Nutzfläche, sind aber separat auszuweisen. Der Verein „Wohnen im Eigentum“ will nun mit einem Normungsantrag an das DIN eine einheitliche Norm für den gesamten Wohnungsmarkt erreichen.

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