Zu Hause wohnen: Wohnungs­anpassung

Die Bewohner wollen weiterhin zu Hause wohnen und ihren Haushalt selbstständig führen. Sie passen ihre bestehende Wohnung an die veränderten Bedürfnisse im Alter an und befreien sie von Hindernissen und Gefahrenquellen wie Treppenstufen, eine zu hohe Badewanne oder Stolperfallen wie lose Teppiche.

Eignung

Eine Wohnungsanpassung ist geeignet für Senioren, die nicht schwer pflegebedürftig sind und genug Kontakt haben, sodass sie nicht vereinsamen.

Wohnungsanpassung

Die Maßnahmen orientieren sich soweit wie möglich an den Standards der Barrierefreiheit und des altersgerechten Wohnens. Ältere und jüngere Menschen mit und ohne Handicaps, Rollstuhlfahrer, nicht zuletzt Kinder und Eltern mit Kinderwagen können solche Bauten problemlos nutzen.

Tipps: Informationen und Beratung

  • Machbarkeit. Vorhandene Wohnungen sind baulich nur selten optimal für das Leben im Alter ausgestattet. Finden Sie eine realistische Lösung, die Ihren Bedürfnissen entspricht, die sich umsetzen lässt und mit der Sie für die kommenden Jahre sicher und komfortabel wohnen können.
  • Wohnen ohne Hürden. Weitere Informationen zum Thema, eine Checkliste sowie Tipps und Online-Adressen finden Sie auch in Finanztest 2/2007: Wohnung altersgerecht umbauen.
  • Wohnungsberatung. Wenden Sie sich auf jeden Fall an eine der über 200 Wohnberatungsstellen in Deutschland. Gibt es bei Ihnen vor Ort keine Wohnberatungsstelle, wenden Sie sich an das Wohn- oder Sozialamt. Die Mitarbeiter kommen auf Anfrage ins Haus. Sie helfen Probleme in der Wohnung zu erkennen und zu lösen. Sie klären, wer welche Kosten übernimmt. Bei Bedarf organisieren sie den Umbau.
  • Weitere Infos. Die Mitarbeiter der Wohnberatung informieren Sie auch darüber, welche Mobilen Sozialen Dienste Sie vor Ort in Ihrem Alltag unterstützen können und stellen den Kontakt her.
  • Beratungskosten. Manche Wohnberatungsstellen finanzieren sich zum Teil über Gebühren, die Sie bezahlen müssen. Sind Sie anerkannt pflegebedürftig, können Sie sich die Beratungsgebühren von Ihrer Pflegekasse als „vorbereitende Leistung für eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme“ erstatten lassen. Die Erstberatung ist meist kostenlos.
  • Pflicht. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters, bevor Sie umbauen.

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