Wohn­anlage Meldung

Das Recht eines Wohnungs­eigentümers, sein Eigentum ungestört zu nutzen, wird durch einen frei in der Wohn­anlage herum­laufenden Hund nicht beein­trächtigt, entschied das Amts­gericht München (Az. 113 C 19711/13).

Der Wohnungs­eigentümer und Bewohner eines Mehr­familien­hauses sah sich durch den Hund in seiner Bewegungs­freiheit einge­schränkt. Das Tier habe mehr­mals versucht, an seiner Ehefrau hoch­zuspringen. Er und seine Frau hätten ihren Weg ändern müssen, um dem Vier­beiner nicht zu begegnen. Mit seiner Klage wollte er erreichen, dass der Hund angeleint werden muss.

Das Gericht gab jedoch dem Hunde­besitzer recht, der als Mieter in der Wohn­anlage lebt. Die Haus­ordnung sehe keine Leinen­pflicht für Hunde vor. Die Haltung des Tieres sei durch den Eigentümer genehmigt, dem die Miet­wohnung gehört. Von dem Hund gehe außerdem keinerlei Gefahr aus. Das Recht eines Miteigentümers reiche nur so weit, wie es in Gemein­schafts­ordnung und Beschlüssen der Eigentümer­gemeinschaft ausgestaltet sei.

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