So haben wir gerechnet: Mit Riester-Förderung 51 000 Euro gespart

Die Tabelle „Mit Wohn-Riester immer im Plus“ zeigt die Vorteile der Riester-Finanzierung für verschiedene Modellfälle. Wie wir gerechnet haben, erklären wir am Beispiel des Arbeitnehmer-Ehepaars (beide 35) mit einem Kind und einem gemeinsamen Bruttoeinkommen von 70 000 Euro (in der Tabelle die erste Zeile).

Für den Hauskauf benötigt das Ehepaar 200 000 Euro Kredit. Bei einem Zinssatz von 5 Prozent, 1,4 Prozent Tilgung und einer Monatsrate von 1 074 Euro wäre ein normales Darlehen zum Rentenbeginn in 30 Jahren getilgt.

Die Tilgung. Besser sieht die Rechnung aus, wenn die Eheleute zwei Riester-Darlehen à 100 000 Euro aufnehmen und gleiche Monatsraten zahlen. Dann bekommen sie für die Tilgung insgesamt 13 700 Euro Zulagen. Zusätzlich sparen sie 18 692 Euro Steuern. Nutzen sie Zulagen und Steuerersparnis für Sondertilgungen, sind sie schon nach 24 Jahren und 4 Monaten schuldenfrei ­– fast sechs Jahre früher als beim Darlehen ohne Riester. Damit hätten sie zu diesem Zeitpunkt noch über 60 000 Euro Schulden.

Das Vermögen. Durch die schnellere Tilgung spart das Ehepaar bis zum Rentenbeginn jeden Monat 1074 Euro an Kreditraten. Legt es das Geld zu einem Zinssatz von 3 Prozent nach Steuern an, hat es pünktlich zur Rente neben dem Haus ein Vermögen von knapp 76 000 Euro.

Die Steuern. Nach Rentenbeginnmuss das Ehepaar Steuern auf das Wohnförderkonto (siehe „Neue Eigenheimförderung“) zahlen – jährlich gut 1 600 Euro bis zum  85. Lebensjahr. Dafür zwackt es 24 359 Euro vom Vermögen ab und legt es in einen Bankauszahlplan an. Die Summe reicht bei einem Zinssatz von 3 Prozent (nach Steuern) genau aus, um die Steuern zu begleichen.

Die Bilanz. Das Ehepaar hat zu Rentenbeginn netto 51 497 Euro mehr in der Tasche als bei einer Finanzierung ohne Riester.

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