Wöhrl Insolvenz Meldung

Die Pleite des Mode­hauses Wöhrl trifft auch Privat­anleger. Viele haben Risiken der Unter­nehmens­anleihen unter­schätzt, zudem dürften in Zeiten der nied­rigen Zinsen die Wöhrl-Anleihen besonders verlockend gewesen sein.

Ein trügerisches Gefühl von Sicherheit

Wöhrl hat Anfang September 2016 Insolvenz angemeldet. Zu den betroffenen Gläubigern gehören auch die Besitzer von Unter­nehmens­anleihen im Wert von rund 30 Millionen Euro. Wie viel sie von ihrem einge­setzten Geld zurück­bekommen, ist ungewiss. Das Traditions­unternehmen Wöhrl ist gerade in Bayern sehr bekannt und galt als solide. Das vermittelte Anlegern, die in die Unter­nehmens­anleihen investierten, ein trügerisches Gefühl von Sicherheit.

Hohe Verzinsung lockte

Die Insolvenz von Wöhrl fügt sich in eine lange Pleitenserie mittel­stän­discher Unternehmen. Im Jahr 2016 waren vorher unter anderem bereits die Firmen German Pellets, Steilmann und KTG Agrar betroffen. Für Anleger, die deren Anleihen kauf­ten, war vor allem die hohe Verzinsung verlockend. Dass die Ausfall­risiken viel höher sind als bei den dürftig verzinsten Anleihen von Groß­konzernen, haben sie meist ausgeblendet.

Schutz­gemeinschaft zu gemein­samen Vorgehen

Betroffene Anleihe­besitzer können sich im Internet unter verbraucherzentrale.de/german-pellets über die wichtigsten recht­lichen Fragen rund um eine Insolvenz informieren. Die Schutz­gemeinschaft der Kapital­anleger sdk.org rät Anleihe­besitzern nicht nur im Falle Wöhrl zu einem gemeinschaftlichen Vorgehen und bietet gegen Registrierung einen kostenlosen Newsletter an.

Tipp: Breit streuende Aktien­anlagen

Sind Sie als Anleger bereit, für eine bessere Rendite etwas mehr zu riskieren, sollten Sie über die Beimischung breit streuender Aktien­anlagen nach­denken. Das Konzept unseres Pantoffelportfolios fußt auf der Mischung von Indexfonds (ETF), die Aktien- und Rentenmärkte abbilden. Durch das jeweilige Misch­verhältnis können Sie Ihr Risiko wählen.

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