Die Rechnung

In voller Höhe wird eine Hinterbliebenenrente nur ausgezahlt, wenn der Anspruchsberechtigte nicht zu viel verdient.

Gerda S. aus Hofheim in Hessen ist 56 Jahre alt. Die Verwaltungsangestellte kommt auf ein monatliches Gehalt von brutto 2.000 Euro. Ihre Kinder sind aus dem Haus. Seit dem Tod ihres Mannes hätte sie theoretisch Anspruch auf eine Witwenrente von 690 Euro im Monat. Diese Rente wird aber nicht in voller Höhe an sie ausgezahlt, denn Gerda S. verdient zu viel.

Der zuständige Rentenversicherungsträger zieht von ihrem Einkommen zunächst pauschal 40 Prozent für Steuer- und Sozialabgaben ab. Der verbleibende Betrag von monatlich 1.200 Euro wird um den Freibetrag von 668,29 Euro gesenkt. Als Restsumme ergeben sich 531,71 Euro. 40 Prozent davon, also 212,68 Euro, sind für die Hinterbliebenenrente von Bedeutung. Sie werden von ihr abgezogen. Statt 690,00 Euro erhält Gerda S. 477,32 Euro Witwenrente.

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