Wirtschaftszeitschriften Meldung

Dr. Andreas Kladroba

Über ein Drittel der Kaufempfehlungen, die sechs Wirtschaftszeitschriften von Januar bis März 2001 veröffentlicht haben, führten zu Verlusten. Das ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Andreas Kladroba und Professor Dr. Peter von der Lippe von der Universität Essen.

Finanztest:

Was haben Sie im Einzelnen herausgefunden?

Kladroba:

Mit 38,6 Prozent war der Anteil der Kaufempfehlungen, die später zu Verlusten führten, verhältnismäßig hoch. Mindestens jeder dritte Anleger hat danach Geld verloren. Mit einer Fehlerquote von 30 Prozent hatte "Börse Online" noch das beste Ergebnis. "DM" kam dagegen auf eine Quote von 45 Prozent.

Finanztest:

Lässt die Studie allgemein gültige Aussagen zu?

Kladroba:

Nein. Wir wollen nur nachverfolgen und warnen. Die Zeitschriften selber gehen später ja selten darauf ein, wenn sie falsch lagen.

Finanztest:

Wird die Branche nun vorsichtiger?

Kladroba:

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich hier etwas ändert.

Finanztest:

Was raten Sie Anlegern, die investieren wollen?

Kladroba:

Gerade Kleinanleger haben kaum Alternativen zum Rat der Medienanalysten. Um das Risiko zu minimieren, sollten sie sich zumindest die Urteile verschiedener Analysten anschauen.

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