Wirtschaftsfahndung Krügel Meldung

Krügel reiste auf Anlegerkosten in die Dominikanische Republik, um dort über den Verkauf von 26 „Just-Grundstücken“ zu verhandeln.

Gegen Harald Krügel, Chef der Wirtschaftsfahndung H. Krügel in München, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug. Krügel wurde von mehreren Kunden angezeigt. Er hatte ihnen gegen Vorkasse in Aussicht gestellt, ihr bei den AKJ-Pleitefirmen verlorenes Geld zurückzuholen.

Privat- und Firmenräume von Krügel wurden durchsucht, nachdem Kunden Krügel Untätigkeit und Betrug vorwarfen, erklärte der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler.

Wie berichtet, hatte Krügel von vielen der rund 27 000 AKJ-Geschädigten vorab 3,5 Prozent ihrer Schadensumme als Mitgliedsbeitrag für eine Interessengemeinschaft kassiert. Dafür wollte er das von AKJ-Chef Wilhelm Just in Grundstücke in der Dominikanischen Republik investierte Anlegergeld zurückholen.

Finanztest hatte vor dem Angebot gewarnt, damit Geschädigte nicht nochmals Geld verlieren. Nach Angaben von AKJ-Insolvenzverwalter Hans Jörg Graf hat Krügel nämlich keine vollstreckbaren Titel, um legal an das Vermögen von Just zu kommen. Krügel bestritt das und erklärte, der Erfolg würde ihm Recht geben. Der blieb aber – wie erwartet – aus.

Dieser Artikel ist hilfreich. 469 Nutzer finden das hilfreich.