Asthmasprays mit Salmeterol, die langfristig die Bronchien erweitern, sollen laut Zulassung in Kombination mit inhalativen Glukokortikoiden nur bei mittelschwerem oder schwerem Asthma eingesetzt werden. Die medizinischen Fachgesellschaften weisen als Konsequenz aus einer Studie, in der es unter Serevent (Wirkstoff Salmeterol) zu einer erhöhten Zahl von Todes- und Beinahetodesfällen gekommen war, auf diese bereits eingeschränkte Indikation hin. Wirkstoffe wie Salmeterol weiten die Atemwege dauerhaft. Diese Sprays werden – ähnlich wie Kortison-Spray – regelmäßig eingesetzt, also auch bei Beschwerdefreiheit. Die US-Zulassungsbehörde FDA hatte eine zusätzliche Studie mit 60 000 Patienten gefordert. Sie wurde vorzeitig abgebrochen. Unter den Patienten afroamerikanischer Herkunft war es zu deutlich mehr Todes- oder Beinahetodesfällen gekommen als in der Vergleichsgruppe. Auch bei den Patienten europäischer Herkunft war die Zahl der Todes- oder Beinahetodesfällen tendenziell erhöht. In einer Stellungnahme hebt Professor Adrian Gillissen, Robert-Koch-Klinik Leipzig, hervor, dass Salmeterol-haltige Sprays nur eingesetzt werden sollten, wenn die Erkrankung trotz Kortison-Spray weiter fortschreitet. Die Atemwegsliga weist darauf hin, Salmeterol-Spray dürfe nur zusammen mit Kortison-Spray angewendet werden, niemals allein. Nicht betroffen von der Empfehlung sind Asthma-Notfallsprays (siehe Test Inhalationsgeräte).

Dieser Artikel ist hilfreich. 463 Nutzer finden das hilfreich.