Wirkstoff Salmeterol Vorsicht geboten

3

Asthmasprays mit Salmeterol, die langfristig die Bronchien erweitern, sollen laut Zulassung in Kombination mit inhalativen Glukokortikoiden nur bei mittelschwerem oder schwerem Asthma eingesetzt werden. Die medizinischen Fachgesellschaften weisen als Konsequenz aus einer Studie, in der es unter Serevent (Wirkstoff Salmeterol) zu einer erhöhten Zahl von Todes- und Beinahetodesfällen gekommen war, auf diese bereits eingeschränkte Indikation hin. Wirkstoffe wie Salmeterol weiten die Atemwege dauerhaft. Diese Sprays werden – ähnlich wie Kortison-Spray – regelmäßig eingesetzt, also auch bei Beschwerdefreiheit. Die US-Zulassungsbehörde FDA hatte eine zusätzliche Studie mit 60 000 Patienten gefordert. Sie wurde vorzeitig abgebrochen. Unter den Patienten afroamerikanischer Herkunft war es zu deutlich mehr Todes- oder Beinahetodesfällen gekommen als in der Vergleichsgruppe. Auch bei den Patienten europäischer Herkunft war die Zahl der Todes- oder Beinahetodesfällen tendenziell erhöht. In einer Stellungnahme hebt Professor Adrian Gillissen, Robert-Koch-Klinik Leipzig, hervor, dass Salmeterol-haltige Sprays nur eingesetzt werden sollten, wenn die Erkrankung trotz Kortison-Spray weiter fortschreitet. Die Atemwegsliga weist darauf hin, Salmeterol-Spray dürfe nur zusammen mit Kortison-Spray angewendet werden, niemals allein. Nicht betroffen von der Empfehlung sind Asthma-Notfallsprays (siehe Test Inhalationsgeräte).

3

Mehr zum Thema

  • Medikamente im Test Pulver oder Spray – Asth­mamittel richtig anwenden

    - Um Asthma zu behandeln, muss man häufig inhalieren. Diese Mittel gibt es in erster Linie als Spray und Pulver. Beide Formen sind therapeutisch gleich­wertig,...

  • Medikamente im Test Cortison – was ist das, wogegen hilft es, worauf achten?

    - Wogegen hilft Cortison und was ist bei der Einnahme zu beachten? Hier beant­worten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Cortison und Glucocorticoide.

  • Medikamente im Test Lungenhoch­druck erkennen und behandeln

    - Verengen sich Gefäße in Lungen­arterien, steigt dort der Druck. Diese Form des Blut­hoch­drucks heißt pulmonale arterielle Hyper­tonie. Sie ist mit Medikamenten behandel­bar.

3 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Gelöschter Nutzer am 17.12.2017 um 17:41 Uhr
Asthmamittel: Unnötige Gefährder

Hier Link zu einem russischen Video (siehe meinen Kommentar) https://www.youtube.com/watch?v=ZgtmRHIVc9k

Gelöschter Nutzer am 17.12.2017 um 17:31 Uhr
Asthmamittel: Unnötige Gefährder

Ich heilte mein Asthma so:
Erster Schritt: mit einem Finger drückt man gegen eine Lippe oder das Philtrum (Haut zwischen Nase und Oberlippe) und spürt de Vertiefung der Atmung (durch Reflex) mit der Erweiterung der Atemwege in der Lunge.
Zweiter Schritt: man holt Luft kräftig (laut) durch die Nase und infolgedessen entsteht die Druckwirkung an einer Lippe mit der Öffnung der Atemwege.
Dritter Schritt: man übt und so lernt, wie man einer asthmatischen Atemnot wirksam und natürlich entgegenwirkt. Man hat also die Ehrenrettung der oft verspotteten "Steifen Oberlippe" der Engländer.
Siehe "System Atemübungen Frau A.Strelnikova" (Internet). Ein Grundsatz ist die laute Naseneinatmung bei Asthma. Beispiel Link https://www.youtube.com/watch?v=ZgtmRHIVc9k
Gegebenenfalls sucht man Rat bei einem Mediziner wegen Absetzung von Medikamenten.
Kräftiges (lautes) Schniefen bei Asthma ist in Russland als Atemübung gut eingeführt.

Gelöschter Nutzer am 05.06.2017 um 11:49 Uhr
Naturheilkräfte bei Asthma besser für das Volk.

Leider ist das ärztliche Verständnis der Nase so, dass sie nur zur Erwärmung, Anfeuchtung und Filtrierung der Atemluft dienen soll. Dass ein Atemwiderstand ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, darf bei einem Naseneingriff nicht übersehen werden. Sonst droht bei übermäßiger chirurgischer Erweiterung eine Art Erstickung (empty nose syndrome, ens).
Gerade dieser Widerstand drückt bei der Einatmung durch die Nase die Lippen zusammen und hält durch Reflex die Lunge offen und asthmafrei.
Als Asthmatiker hielt ich die Lunge mit der chemischen Keule offen solange ich nicht von dem Reflex wusste. Dann verschwand das Leiden.
Angesichts der wirklichen Physiologie der Atmung, könnte wie bei Zigarettenverpackungen ein Warnhinweis bei Beipackzetteln der Asthmamedikamente angebracht sein.