Wintersportpolicen Meldung

Passend zur Skisaison versprechen Versicherungspakete preiswerten Rundumschutz. Doch oft bleiben Lücken.

Löchriger Schutz: Versicherungspakete bieten im Ernstfall oft nur einen löchrigen Schutz. Der Deutsche Skiverband (DSV) bietet zum Beispiel Pakete mit Unfall-, Kranken-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- sowie Skidiebstahl- und Skibruchversicherungen für 28,30 bis 48,35 Euro an.

Niedrige Deckungssummen: Die Deckungssummen von Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung sind zu niedrig. Außerdem deckt der Krankenschutz im Basic- und Classic-Tarif nicht die Behandlungskosten, sondern bietet lediglich ein Krankentagegeld. Nur klein gedruckt macht der DSV darauf aufmerksam, dass diejenigen, die in ein anderes Land reisen, zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung brauchen. Bergungs­kosten erstattet der DSV in den einfachen Tarifen nur bis 5 000 Euro.

Fehlender Rücktransport: Dagegen versichert der Deutsche Alpenverein (DAV) im „Alpinen Sicherheits-Service“ Bergungskosten bis 25 000 Euro, hinzu kommt eine Sporthaftpflichtversicherung und die Übernahme unfallbe­dingter Heilkosten im Ausland. Das DAV-Mitglied braucht aber trotzdem noch eine Auslandsreisekrankenversicherung für den Rücktransport, eine Unfallversicherung für den Invaliditätsschutz und eine Privathaftpflicht für den Alltag sowieso.

Alltagstaugliche Policen: Besser als solche Winterpakete sind alltagstaugliche Policen – zuallererst eine private Haftpflichtversicherung. Wer ins Ausland fährt, braucht außerdem eine Auslandsreisekrankenversicherung. Die übernimmt auch Bergungskosten und notfalls den Rücktransport nachhause. Die Unfallversicherung zahlt, wenn jemand nach einem Sturz invalide wird. Sinnvoller ist aber für die meisten Menschen eine Berufsunfäh­igkeitspolice. Wer die hat, erhält zum Beispiel nach einem Skiunfall von der Versicherung eine Rente, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Eine zusätzliche Unfallversicherung ist dann unnötig.

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