Wintersport Test

Zum Ski- oder Snowboardfahren gehört nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern auch der passende Versicherungsschutz. Wintersportler sollten zumindest eine Haftpflicht- und eine Unfallversicherung im Gepäck haben. Wer im Ausland über die Pisten wedelt, braucht zudem eine Auslandsreise-Krankenversicherung. test.de nennt günstige Anbieter.

Hohe Bergungskosten

In Deutschland zahlt die Krankenkasse die Behandlungskosten, wenn Wintersportler auf der Piste verunglücken. Allerdings übernimmt sie nicht die Bergungskosten. Dazu zählen alle Ausgaben, um einen Verunglückten zu suchen, zu retten und ins nächstgelegene Krankenhaus zu bringen. Auch einen möglichen Rettungsflug muss der Verletzte selbst bezahlen, wenn er keinen zusätzlichen Versicherungsschutz hat. Und das kann teuer werden: Der Flug kann leicht mehrere tausend Euro kosten. Auf der sicheren Seite sind Wintersportler, wenn sie eine Unfall- oder eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen haben. Diese erstattet ihnen auch eventuell anfallende Bergungskosten. Die Deckungssumme liegt etwa bei 5 000 Euro. Das kann allerdings zu wenig sein, wenn jemand in abgelegenen und schwierigen Gebieten auf die Piste geht.
Tipp: Fragen Sie in diesem Fall Ihren Versicherer, ob Sie gegen einen höheren Beitrag eine höhere Deckungssumme vereinbaren können.

Absicherung im Ausland

Wer in Italien, Österreich oder der Schweiz über die Pisten wedelt, braucht ohnehin eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen selbst in Ländern der EU nicht alle Kosten. Der Schutz ist nicht teuer: Die Police gibt es für weniger als 10 Euro im Jahr. Die Absicherung umfasst Bergung, Behandlung vor Ort und notfalls auch den Rücktransport nach Hause. Versicherte sollten in den Versicherungsbedingungen nachlesen, ob die gewählte Versicherung auch alles anbietet, was sie brauchen.
Tipp: Eine Auslandsreise-Krankenversicherung kann sich auch für Sie auch lohnen, wenn Sie privat versichert sind. Sie behalten dann im Falle eines Unfalls mögliche Ansprüche auf Beitragsrückerstattung.

Schutz gegen Invalidität

Eine Unfallversicherung schützt Wintersportler nicht nur vor hohen Bergungskosten. Sie zahlt auch, wenn jemand nach einem Sturz invalide wird. Der Betrag richtet sich nach Höhe der Versicherungssumme und dem Grad der Invalidität. Wer bereits eine Berufsunfähigkeits­versicherung hat, braucht den Unfallschutz aber nicht: Versicherte erhalten eine Rente, wenn sie wegen Unfall oder Krankheit invalide werden und deshalb ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

Selbst verursachte Schäden

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben - egal ob auf der Piste oder im Alltagsleben. Sie zahlt für Schäden, die jemand verursacht. Ohne Absicherung kann das gerade bei großen Schäden schnell zum finanziellen Ruin führen. Denn jeder haftet dafür – notfalls mit dem gesamten Vermögen. Allerdings sollten Wintersportler vor dem Urlaub ihre Police überprüfen. Ältere Versicherungen gelten manchmal nur innerhalb Europas, einige Klauseln schließen bestimmte Sportarten aus. Ein möglicher Tarifwechsel ist aber kein Problem. Genau wie Reisekrankenversicherungen sind private Haftpflichtversicherungen problemlos und schnell zu bekommen. Anders der Unfallschutz: Der Abschluss einer Police kann unter Umständen einige Wochen dauern.

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