Winterschlussverkauf Meldung

Der Winterschlussverkauf lebt noch, aber sein Ende ist beschlossen. Weil der Bundesrat seinen Terminplan umgestellt hat, kommt das geänderte Wettbewerbsgesetz jetzt erst Mitte Januar vor den Rechtsausschuss. Das Gesetz kann daher frühestens im Frühjahr 2004 in Kraft treten. Deshalb startet der Schlussverkauf wie gehabt nach alten Regeln am 26. Januar und endet am 7. Februar. test.de gibt Tipps für den wahrscheinlich letzten Winterschlussverkauf.

Nach dem Kampf

Schnäppchen jagen ist das eine. Sie zurückzubringen etwas anderes. Wer zu Hause ankommt und bemerkt, dass ihm das ergatterte Stück nicht gefällt, will es eventuell umtauschen. Das klappt nicht immer. Dennoch gibt es Regeln, die Schnäppchenjäger kennen sollten, bevor sie sich ins Getümmel stürzen. Nach dem Kauf könnte es zu spät sein. Das sollten Schnäppchenjäger beachten:

Tipps

  • Reklamation. Häufig ist Ware im Schlussverkauf laut Händler „vom Umtausch ausgeschlossen“. Es gilt jedoch: Sie können fehlerhafte Waren reklamieren. Denn auch für Sonderangebote gelten zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung auf das komplette Produkt. Ausnahme: Verschleißteile, die der üblichen Abnutzung unterliegen, wie zum Beispiel Schuhsohlen. Allerdings muss der Händler ihnen keine neue Ware geben, sondern kann die reklamierte Ware reparieren. Oft zeigen sich die Händler aber kulant und Sie erhalten direkt neue Ware im Austausch.
  • Reparatur. Will der Händler bei Reklamationen nachbessern, hat er in der Regel nur einen Versuch frei. Lediglich bei komplizierten technischen Geräten muss der Kunde ihm einen zweiten, höchstens dritten Nachbesserungsversuch zugestehen. Erst wenn diese Versuche erfolglos bleiben, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine Preisminderung fordern.
  • Umtausch. Ein Umtauschrecht, weil der Rock zu klein ist oder die falsche Farbe hat, gibt es dagegen nur auf Kulanzbasis. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf, ob und unter welchen Bedingungen Sie die Waren zurückbringen können (Gutschein oder Geld zurück, Umtauschfristen, ist der Kassenbon aufzuheben?). Lassen Sie sich solche Zusagen bei teuren Einkäufen auf dem Bon bestätigen.
  • Zweite Wahl. Wenn Sie Ware kaufen, die schon als fehlerhaft ausgezeichnet ist, dann gilt die Gewährleistung für nicht gekennzeichnete Fehler trotzdem.
  • Fernkauf. Nur wer per Telefon, Brief oder Internet bestellt, hat ein gesetzliches Umtauschrecht binnen zwei Wochen und ohne Angabe von Gründen.
  • Kassenzettel. Erkundigen Sie sich auch im Schlussverkauf immer nach den Umtauschmöglichkeiten und vergessen Sie nicht, den Kassenzettel mitzunehmen. Bei größeren Summen sollten Sie sich alles schriftlich geben lassen.
  • Gewährleistung. Schieben Sie Reklamationen nicht auf die lange Bank. Die zweijährige Gewährleistungsfrist beginnt, wenn Sie die Ware erhalten. Die Frist kann nur durch einen Mahnbescheid, eine Klage oder ein Anerkenntnis des Händlers unterbrochen werden.
  • Frühschnäppchen. Schauen Sie auf jeden Fall schon vor dem offiziellen Winterschlussverkauf in die Läden. Zu dieser Zeit sind diese noch nicht so überlaufen. Auch finden Sie vor diesem Termin vielleicht noch Sachen, die am 26. Januar in wenigen Stunden verkauft sind.

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