Winterschäden Meldung

Wenn Frost die Wasserrohre sprengt, Leitungs­wasser das Zimmer flutet oder Schnee das Dach ein­drückt, begrenzt die richtige Police zumindest den finan­ziellen Schaden. test.de sagt, welche Versicherungen vor den Folgen des Winters schützen.

Frostschäden im und am Haus

Für jeden Hausbesitzer ein Muss: die verbundene Wohngebäudeversicherung. In ihr sind meist drei Policen enthalten, die Schäden durch Sturm und Hagel, Feuer sowie Frost und Leitungswasser abdecken. Sprengt etwa Frost im Gebäude Wasserrohre, und hinterlässt Schäden in Bad und WC oder an der Heizungsanlage leistet der Versicherer. Vorausgesetzt, der Kunde hat eine Wohngebäude-Leitungswasserpolice abgeschlossen. Dann leistet der Versicherer auch, wenn später infolge des „Frostbruchs“ Leitungswasser das Gebäude schädigt. Versichert sind auch Bruchschäden an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren, die auf dem Grundstück verlegt sind und das Haus versorgen. Hat der Hausbesitzer aber grob fahrlässig gehandelt - etwa das Haus trotz Minusgraden nicht beheizt und wasserführende Rohre nicht entleert, muss die Versicherung unter Umständen nur einen Teil des Schadens ersetzen. Im Extremfall kann der Versicherte sogar leer ausgehen.

Schneedruck und Lawinen

Wer auch Schäden an Gebäuden absichern möchte, die durch das Gewicht von Schnee und Eis oder gar eine Lawine entstehen, muss zusätzlich eine Erweiterte Elementarschadenversicherung für Wohngebäude abschließen. Die gibts nur im Paket. Das heißt, die Police sichert zusätzlich Schäden durch Überschwemmung, Erdbeben, -senkung oder -rutsche ab. Nur in Wohngebäudeversicherungen der ehemaligen DDR, die von der Allianz weitergeführt werden, sind Gebäudeschäden durch Schneedruck teilweise noch automatisch mitversichert.
Test Wohngebäude- und Elementarschadenversicherungen (Finanztest 10/2008)

Schutz fürs Mobiliar

In der Regel springt die Hausratversicherung ein, wenn Leitungswasser das Mobiliar ruiniert. Das gilt auch für Frostschäden - etwa wenn später Leitungswasser aus durch Eis beschädigten Wasserrohren, Toiletten oder Heizungsanlagen in die Wohnung fließt. Wer Teppich, Sofa und Co. auch für Schäden durch Schneedruck oder Lawinen absichern möchte, muss ähnlich wie bei der Wohn­gebäude­versicherung einen erweiterten Ver­siche­rungs­schutz für Hausrat abschließen. Den gibts ebenfalls nur im Paket für Elementarschäden. Ausnahme: Hausratpolicen aus der ehemaligen DDR, deren Verträge von der Allianz weitergeführt werden. Hier sind Hausratschäden durch Schneedruck teilweise noch automatisch mitversichert.
Test Hausratversicherungen (Finanztest 1/2009)
Analyse Hausratversicherung: Günstige Policen für Sie.

Tipps für den Schadensfall

  • Melden Sie den Schaden unverzüglich Ihrem Versicherer.
  • Versuchen Sie den Schaden so gering wie möglich zu halten. Sie sind dazu verpflichtet. Läuft etwa Leitungswasser aus, schließen Sie so schnell wie möglich den Haupthahn und bringen Sie das Mobiliar ins Trockene.
  • Fotografieren Sie die gröbsten Schäden, wenn Sie die Schadenstelle nicht bis zu einer Besichtigung durch die Versicherung unverändert lassen können.
  • Weitere wichtige Informationen finden Sie in der Meldung:
    Winter in Deutschland: Gut vorbereitet durch den Schnee.

Dieser Artikel ist hilfreich. 204 Nutzer finden das hilfreich.