Winterreifen Meldung

Unsere Tests belegen die Qualität von neuen Reifen. Aber wie verändern sich die Eigenschaften bei älteren, abgefahrenen Pneus?

Der Vergleich: Im Test waren neue Winterreifen, solche mit einer Laufleistung von 8 000 Kilometern und abgefahrene Winterpneus mit einem Restprofil von vier Millimetern. Zum Vergleich lief auch ein Sommerreifen mit. Verglichen wurde das Fahr- und Bremsverhalten auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee.

Auf Nässe: Winterreifen, die noch vier Millimeter Restprofil aufweisen, benötigten aus Tempo 80 bereits bis zu 4,2 Meter Bremsweg mehr als die neuen Reifen. Sie sollten daher erneuert werden. Auch das Aquaplaning-Risiko steigt mit abnehmender Profiltiefe. Die abgefahrenen Winterreifen schwammen schon bei knapp 63 Kilometern pro Stunde auf, die neuen erst bei höherer Geschwindigkeit: ab etwa 87 km/h.

Auf trockener Fahrbahn: Auch wenn die Bremswege auf trockener Straße bei abnehmender Reifenprofiltiefe kürzer werden: Wer abgefahrene Winterreifen im Sommer aufbrauchen will, muss mit gefährlich längeren Bremswegen gegenüber Sommerreifen rechnen.

Auf Schnee: Neue Winterreifen kamen auf Schnee klar schneller von der Stelle und wieder zum Stehen. Die auf vier Millimeter abgefahrenen Winterpneus brauchten beim Bremsen schon aus Tempo 30 bis zu 3,2 Meter mehr als die Neureifen, die Sommerreifen allerdings sogar 7,5 Meter. Der Beschleunigungsweg auf 30 km/h verlängerte sich mit abgefahrenen Winterreifen um bis zu 14,4 Meter, bei Sommerreifen um bis zu 31,9 Meter. Die Zugkraft verringerte sich also so weit, dass die mit einer Anti-Schlupf-Regelung, ASR, ausgerüsteten Testwagen also kaum noch von der Stelle kamen.

Fazit: Wechseln Sie Reifen saisongerecht und fahren Sie Winterreifen nur bis zu vier Millimetern Restprofil ab.

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