Winterreifen Meldung

Auto­fahrer ohne Winterreifen sollen beim nächsten Schnee doppelt so viel Bußgeld zahlen wie bisher.

Neuregelung. Bundes­verkehrs­minister Peter Rams­auer (CSU) will jetzt allen Auto­fahrern bei Schnee, Schnee­matsch und Eis Winterreifen vorschreiben. Bisher verlangt die Straßenverkehrs­ordnung eine „geeignete Bereifung“. Demnächst sind ausdrück­lich Winterreifen verlangt. Die Reifen müssen mit dem Signet M+S – für Matsch und Schnee – oder mit dem Schnee­flocken­symbol gekenn­zeichnet sein. Die meisten Ganz­jahres­reifen tragen auch eines dieser Symbole und sind damit für den Winter­einsatz geeignet.

Sicherheit. Sinn­voll – aber nicht vorgeschrieben – ist es, von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren. Sie sollten eine Profiltiefe von vier Milli­metern nicht unter­schreiten. Zwar schreibt die Straßenverkehrs­ordnung nur eine minimale Tiefe von 1,6 Milli­metern vor. Mit so wenig Profil haften die Lamellen aber nicht mehr ausreichend auf dem Boden.

Bußgeld. Wer bei Schnee, Eis oder Matsch mit Sommerreifen unterwegs ist, muss künftig doppelt so viel Bußgeld zahlen wie bisher: 40 statt 20 Euro und bei Verkehrs­gefähr­dung sogar 80 statt 40 Euro. Winterreifen-Muffel, die durch ihre falschen Reifen den Verkehr gefährden, müssen zusätzlich mit einem Punkt in der Flens­burger Verkehrs­sünderdatei rechnen.

Versicherungs­schutz. Auto­fahrer, die bei Schnee oder Glatt­eis mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt werden, setzen auch ihren Versicherungs­schutz aufs Spiel. Der Kasko­versicherer kann einen Teil der Leistung verweigern, weil ein Auto­fahrer ohne Winterreifen sich nicht auf die winterlichen Bedingungen einge­stellt hat und grob fahr­lässig handelt. Der Kfz-Haft­pflicht­versicherer kann den Fahrer in Mithaftung nehmen, wenn ein Unfall auf falsche Reifen zurück­zuführen ist.

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