Winterreifen Test

Nur wer gute Winterreifen aufzieht, ist in der kalten Jahres­zeit mit dem Auto auf der sicheren Seite. Doch ein gutes Qualitäts­urteil erreichen nur 5 der 28 Winterreifen im Test. Drei Reifen bekommen sogar nur ein Mangelhaft.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Winterreifen

Alle wichtigen Eigenschaften im Test

Winterreifen: Nur fünf sind gut

Die Stiftung Warentest bewertet im Test alle wichtigen Eigenschaften, die ein Winterreifen erfüllen muss: Fahr­verhalten auf nasser und trockener Straße, Sicherheit auf Schnee und Eis und Umwelt­eigenschaften. Beim letzten Punkt stehen Reifen­verschleiß, Kraft­stoff­verbrauch, Geräusch und Schad­stoff­gehalt im Gummi auf dem Prüf­stand. Die Reifentests beweisen die Über­legenheit von Winterreifen insbesondere auf Schnee, wo sich die weichere Gummi­mischung und das feinglied­rige Lamellen­profil günstig auswirken. Drei Reifen versagen jedoch: Urteil Mangelhaft.

Drei sind mangelhaft

Neben den bekannten Marken drängen immer neue Hersteller auf den deutschen Markt – meist aus China. Dazu gehören auch Interstate, West­lake und Star Performer. Im Test enttäuschen die drei Reifen dieser Hersteller: Eklatante Schwächen im Fahr­verhalten auf nassen Straßen führen zur Abwertung des test-Qualitäts­urteils auf mangelhaft. West­lake und Star Performer versagten zusätzlich auch noch beim Bremsen.

Zwei nur ausreichend auf Schnee

Aber auch die etablierte Konkurrenz ist nicht frei von Schwächen: Der japa­nische Yokohama-Reifen in der Breite von 225 Milli­metern bremst auf Schnee nur ausreichend. Nur ausreichend auf Schnee ist außerdem der Ganz­jahres­reifen Vrede­stein Quatrac 3 wegen seiner ausgeprägten Anfahr­schwäche.

Ein Testsieger kommt von Michelin

Insgesamt sind fünf Reifen gut. Testsieger in der Größe 225/45 R17 ist der Michelin Alpin A4. Er ist über­zeugt auf Schnee und nasser Straße. Auch bei den Umwelt­eigenschaften punktet er mit sehr guter Verschleiß­festig­keit und sehr geringem PAK-Gehalt – krebs­erzeugende poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe – im Reifen­gummi der Lauffläche. Gut ist in dieser Größe auch der 225er Continental WinterContact, der insgesamt kaum schlechter als der Michelin abschneidet, auf Schnee sogar etwas besser bremst und ebenfalls sehr wenig PAK aufweist.

Drei Kleinwa­genreifen gleich gut

Bei den Kleinwa­genreifen der Reifengröße 185/65 R15 liegen gleich drei Konkurrenten mit dem Qualitäts­urteil gut (2,5) an der Spitze des Test­felds: Dunlop, Good­year, Tecar. Der Dunlop SP Winter Sport 3D verpasste eine bessere Gesamt­note wegen seiner nur durch­schnitt­lichen Eigenschaften auf trockener Straße. Der Good­year Ultra­Grip 7+ bremst bei Nässe schlechter, und der Tecar Super Grip 7 bleibt auch beim Fahr­verhalten auf nasser Fahr­bahn etwas hinter dem Dunlop zurück.

Einer bei jedem Wetter ausgewogen

Im Test der 185er sind auch zwei Ganz­jahres­reifen dabei. Solche Reifen können bei entsprechenden Test­ergeb­nissen besonders für Fahrer mit nied­riger Kilo­meter­leistung interes­sant sein. Ausgewogene, befriedigende Fahr­eigenschaften bietet der Ganz­jahres­reifen Good­year Vector 4Seasons. Auf Eis, Schnee und nasser Straße liegt er im Mittel­feld der Winterspezialisten, und auf trockener Straße ist kaum ein Winterreifen besser. Wegen der sehr guten Verschleiß­festig­keit sind auch die Umwelt­eigenschaften gut.

Schon im Oktober aufziehen

Schon im Oktober ist die richtige Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. Die Auswahl beim Reifenhändler ist dann noch groß, die Warte­zeiten für die Montage sind kurz. Wer dagegen erst nach dem ersten Schnee­einbruch bei der Werk­statt vorfährt, muss möglicher­weise nehmen, was noch übrig ist.

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