Tipps

So finden Sie den passenden Reifen

  • Reifengröße. Die Größe des Reifens ist auf die Reifenflanke geprägt. Beispiel: 175/65 R14 T. Dieser Reifen ist 175 Millimeter breit. Die 65 nach dem Schrägstrich zeigt das Verhältnis von Höhe zu Breite. Je kleiner die Zahl, desto flacher der Reifen. Kleine Zahlen sind typisch für Breitreifen. „R“ kodiert die Reifenbauart und steht für Radialreifen = Gürtelreifen. 14 ist der Felgendurchmesser in Zoll. Der folgende Buchstabe kodiert die Geschwindigkeitsklasse, T = zugelassen bis 190 km/h.
  • Fahrzeugschein. Im neuen Fahrzeugschein wird seit Oktober 2005 nur noch eine Reifengröße genannt. Im allgemeinen der kleinste für das Fahrzeug zugelassene Sommerreifen. Beachten Sie die Bemerkungen und Ausnahmen im neuen Fahrzeugschein (Zeile 22). Dort können weitere zugelassene Reifengrößen verzeichnet sein.
  • Zulassung. Welche Reifen zugelassen sind, hängt von Motorleistung, Fahrzeuggewicht und Höchstgeschwindigkeit ab. Fragen Sie den Autohersteller, Ihre Vertragswerkstatt oder Ihren Reifenhändler.
  • Kleinwagen. Die Reifengröße 175/65 R14 passt beispielsweise zu Ford Fiesta, Mitsubishi Colt und Renault Clio.
  • Kompakt- bis Mittelklasse. Die Reifengröße 195/65 R15 passt beispielsweise zu Audi A4, BMW 3er, Opel Astra und VW Golf.
  • Konfigurator. Auswahlprogramme im Internet helfen bei der Suche nach dem richtigen Reifen. Continental, Goodyear und Fulda bieten Konfiguratoren für ihr Reifenprogramm. Nutzen Sie die Links im Kasten „Mehr Infos im Internet“.

Darauf sollten Sie achten

  • Geschwindigkeitsklasse. Schnelle Autos brauchen sicheren Halt. Achten Sie beim Reifenkauf auf die richtige Geschwindigkeitsklasse. Sie wird mit Großbuchstaben bezeichnet. Folgende Klassen gibt es: Q: bis 160 km/h, S: bis 180 km/h, T: bis 190 km/h, H: bis 210 km/h, V: bis 240 km/h, W: bis 270km/h und Y: bis 300km/h und ZR: über 240 km/h.
  • Bescheinigung. Sie fahren einen Reifen, der nicht im Fahrzeugschein verzeichnet ist? Dann bitten Sie den Reifenhändler oder den Fahrzeughersteller um eine schriftliche Bestätigung, dass die montierten Reifen für Ihr Fahrzeug und Ihre Motorleistung zugelassen sind. Neuwagen werden seit Oktober 2005 mit einer so genannten COC-Bescheinigung geliefert. COC = Certification of Conformity. Bewahren Sie diese Bescheinigung im Auto auf. So beugen Sie Ärger bei Verkehrskontrollen vor.
  • Preise vergleichen. Ein guter Satz 175er-Winterreifen kann 188 oder auch 332 Euro kosten. Billigstes gutes Angebot im Test: Vredestein Snowtrac 3. Teuerstes Angebot: Michelin Alpin A3. Vergleichen Sie die Preise bei verschiedenen Händlern. Fragen Sie nach Komplettpreisen mit Montage, Auswuchten, Ventil und Altreifenentsorgung. Die Unterschiede sind groß.
  • DOT-Nummer. Reifengummi altert, auch wenn die Reifen nicht gefahren werden. Kaufen Sie deshalb möglichst neue Reifen: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke zeigt das Herstellungsdatum. Die Hersteller nennen Kalenderwoche und Jahr. Beispiel: DOT 1008. Dieser Reifen wurde in der 10. Kalenderwoche 2008 produziert. Achten Sie beim Kauf auf die DOT-Nummer der Reifen. DOT steht übrigens für Department of Transportation, die amerikanische Zulassungsbehörde.

So fahren Sie sicher

  • Aufkleber am Tacho. Wenn Sie Winterreifen montieren, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit niedriger ist als die des Autos, müssen Sie in der Nähe des Tachos einen Aufkleber anbringen, der an die reduzierte Höchstgeschwindigkeit erinnert.
  • Einfahren. Fahren Sie die Reifen rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ein. Eingefahrene Reifen haften besser. Der Grund: Die Gummimischung der Reifen enthält Partikel, die den Pneu geschmeidig halten. Diese Partikel werden durch das Walken des Reifens beim Fahren aktiviert. Auch gebrauchte Reifen müssen nach längerer Lagerung wieder eingefahren werden.
  • Bessere Haftung. Sommerreifen verlieren im Winter an Elastizität. Je kälter es wird, desto schlechter haftet der Reifen. Winterreifen haften auch bei Kälte gut: Eine spezielle Gummimischung machts möglich.
  • Luftdruck. Kontrollieren Sie den Reifendruck alle 14 Tage. Fahren Sie nicht mit zu niedrigem Druck. Das frisst Sprit, belastet die Umwelt und strapaziert den Reifen. Schlappe Reifen laufen schneller heiß. Sie können platzen. Gefährlich: Vor allem bei hohem Tempo und auf langen Fahrten.
  • Kalte Reifen. Den richtigen Reifendruck finden Sie in der Betriebsanleitung zu Ihrem Auto. Der Wert gilt für kalte Reifen. Bei warmen Reifen steigt der Druck. Kontrollieren Sie den Reifendruck stets bei kalten Reifen. Lassen Sie keine Luft aus den Reifen, nur weil Ihnen der Luftdruck bei heißen Reifen zu hoch erscheint.
  • Profil. Tauschen Sie Sommerreifen bei etwa drei Millimetern, Winterreifen spätestens bei vier Millimetern Restprofil aus. Das ist sicherer: obwohl das Gesetz nur 1,6 Millimeter Restprofil fordert.

So bleiben Ihre Reifen lange fit

  • Bordsteine. Überfahren Sie Bordsteine und Einfassungen nur im Notfall. Wenn es sein muss, dann langsam und in stumpfem Winkel. Parken Sie nicht mit gegen den Bordstein gepressten Reifen.
  • Markieren. Markieren Sie die Position des Reifens beim Reifenwechsel mit Kreide: Vorne rechts und links, hinten rechts und links. Montieren Sie den Reifen in der nächsten Saison wieder auf derselben Seite, damit die Drehrichtung identisch bleibt. Tauschen Sie dabei seitenweise die Positionen der vorderen und hinteren Reifen. So fahren Sie die Reifen gleichmäßig ab.
  • Richtig lagern. Lagern Sie Ihre Reifen dunkel, trocken und kühl. 15 bis 20 Grad Celsius sind optimal. Nicht direkt neben dem Heizungskessel. Direkte Sonneneinstrahlung oder Kunstlicht mit hohem UV-Anteil schaden dem Reifengummi. Lagern Sie den Reifen möglichst sauber ein. Frei von Öl, Fett, Kraftstoff und anderen Chemikalien.
  • Ohne Felge im Stehen. Lagern Sie Reifen ohne Felge im Stehen. Drehen Sie die Reifen regelmäßig weiter, damit sie sich nicht verformen.
  • Mit Felge im Liegen. Lagern Sie Reifen mit Felge übereinandergestapelt oder hängen Sie die Reifen auf. Optimal sind ein Felgenbaum oder einzelne Wandaufhänger.
  • Haltbarkeit. Wie lange ein Autoreifen hält, ist auch bei Experten umstritten. Die Schätzungen liegen zwischen sechs und zehn Jahren. Mit der Zeit verliert das Reifengummi an Elastizität und damit an Haftung: Unabhängig von der Profiltiefe.

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