Winterreifen Test

Von O bis O – von Oktober bis Ostern sollten Autos mit Winterreifen fahren. Die weichere Gummimischung gibt auch auf Schnee noch guten Halt. Sommerreifen verlieren dagegen an Elastizität. Bei Kälte haften sie nicht mehr gut. Im Test: 35 Winter-, zwei Ganzjahres- und ein Sommerreifen im Vergleich. test.de zeigt die besten Winterreifen für Klein-, Kompakt- und Mittelklassewagen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Winterreifen

Testsieger Goodyear

Ob Kleinwagen oder Mittelklasse: Goodyear macht das Rennen. Der neu entwickelte Goodyear Ultra Grip 7 überzeugt auf nasser Straße und auf Schnee. Er ist besonders verschleißfest und enthält kaum kritische Weichmacher PAK. Erste Wahl für Kleinwagen (Größe 175/65 R14) und für Mittelklassewagen (Größe 195/65 R15). Preis pro Satz: etwa 288 Euro (Kleinwagen) oder 316 Euro (Mittelklasse). Auf den Plätzen folgen Dunlop Winter Sport und Pirelli Snowcontrol – in beiden Größen für Kleinwagen und Mittelklasse. Bei den kleineren 175er Reifen fährt auch der Semperit Winter Grip vorne mit. Mit einem Stückpreis von 58 Euro ist er der billigste Reifen in der Spitzengruppe.

Sommerreifen chancenlos

Ob gut oder befriedigend: Wenn es kalt wird, gehören Winterreifen auf die Felge. Sie bleiben bei Frost geschmeidig und bieten ausreichend Grip. Der Sommerreifen, der zum Vergleich ins Rennen ging, blieb dagegen ohne Chance. Auf vereister Fahrbahn fiel er deutlich hinter die Winterreifen zurück. Bei Schnee rutschte er ganz aus dem Rennen: Anfahren, Bremsen, Traktion und Seitenführung funktionierten nur noch mangelhaft. Noch gefährlicher wird es, wenn Sommerreifen mit Schneeketten gefahren werden. Autos mit Frontantrieb brechen dann beim Bremsen leicht aus. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb fehlt die Lenkstabilität in Kurven. Merke: Schneeketten nur mit Winterreifen kombinieren.

Mit schmalen Sohlen sparen

Wer sicher fahren und sparen will, spart nicht am Winterreifen sondern an der Reifengröße. Viele Kompaktwagen sind heute schon ab Werk mit Breitreifen bestückt: 205 Millimeter auf 16-Zoll. Solche Breitreifen sind teuer. Ein Winterreifen kostet in diesem Format bis 150 Euro pro Stück. Die schmaleren 195er Reifen sind nur halb so teuer. Bei vielen Fahrzeugen ist die Umbereifung auf das schmalere Format zulässig. Ohne Abstriche bei der Sicherheit – das zeigt der aktuelle Test. Ob der schmalere Reifen für das Fahrzeug zugelassen ist, steht im Fahrzeugschein.

Ganzjahresreifen für Wenigfahrer

Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss für Wenigfahrer. Vorteil: Sie sparen den zweiten Satz Felgen und die Montagekosten zweimal im Jahr. Nachteil: So gut wie ein echter Winterreifen ist der Allwetter-Pneu nicht. Der Goodyear Vector 5 fährt befriedigend ins Ziel. Fazit: Für Wenigfahrer und für den Stadtverkehr akzeptabel, für Vielfahrer und schnelle Autos nicht optimal. Obendrein enthält der Ganzjahresreifen Weichmacheröle mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz PAK. Die erzeugen Krebs und sollen deshalb aus der Reifenproduktion verschwinden. Die Europäische Union plant ein entsprechendes Gesetz. Die meisten Winterreifen enthalten nur noch geringe Mengen PAK. Unrühmliche Ausnahmen: Die Modelle von Barum, Fulda, Hankook, Kleber, Maloya, Michelin, Pneumant, Rigdon, Sava, Tecar und Vredestein. Sie enthalten zum Teil sogar noch mehr PAK als die Ganzjahresreifen von Goodyear.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1940 Nutzer finden das hilfreich.