Winterreifen Test

Ob auf Schnee, Eis, Nässe oder trockener Straße: Im Winter kommt es bei Autoreifen auf die Haftung an.

Seit diesem Jahr schreibt die Straßenverkehrsordnung geeignete Bereifung auf winterlichen Straßen vor. Wer bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen fährt, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Wer den Verkehr wegen ungeeigneter Reifen behindert, zahlt sogar 40 Euro. Doch Winterreifen bewahren nicht nur vor Ärger mit der Polizei. Sie geben vor allem Halt auf glatten und vereisten Fahrbahnen. test.de zeigt die besten Winterreifen für Klein-, Kompakt- und Mittelklassewagen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Winterreifen

Von O bis O

Die Faustregel lautet: Von O bis O – von Oktober bis Ostern sollten Autos mit Winterreifen fahren. Die weichere Gummimischung gibt auch auf Schnee guten Halt. Sommerreifen dagegen verlieren bei niedrigen Temperaturen an Elastizität. Trotzdem verzichten viele Autofahrer darauf, ihren Wagen in der kalten Jahreszeit mit Winterreifen auszurüsten. Zusätzliche Kosten, extra Aufwand für den Wechsel sowie nicht abgefahrene Sommerreifen sind einige Gründe dafür.

Ganzjahresreifen: Alternative für Wenigfahrer

Vor allem Wenigfahrer nutzen ihre Sommer- und Winterreifen kaum ab, bevor das Material spröde wird. Für sie eignen sich in der Kleinwagenklasse auch Ganzjahresreifen. Diese Allwetterpneus vereinen die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen. Einige von ihnen schneiden im Test ganz passabel ab. Spitzenreiter unter den Ganzjahresreifen der Größe 185/65 R14 ist der Goodyear Vector 5+. test-Qualitätsurteil: „gut“ (2,3). Einen ordentlichen Kompromiss zwischen Sommer- und Wintereigenschaften bieten auch der Hankook Centum H 72 und der Vredestein Quatrac 2. Bei höherer Jahresfahrleistung rechnen sich jedoch Winterreifen, zum Beispiel der Bridgestone Blizzak LM 20 oder der Michelin Alpin A3, beide mit der Note 2,3.

Billigreifen: Bremswege inakzeptabel

Ein Satz „guter“ Winterreifen für Kompakt- und Mittelklassewagen in der Größe 195/65 R15 kostet leicht 300 Euro und mehr. Vier Billigreifen gibt es zusammen auch für rund 100 Euro weniger. Doch der Test von 13 besonders preiswerten Fabrikaten zeigt: Mehr als die Hälfte ist „mangelhaft“, kein einziger schneidet „gut“ ab. Vor allem auf nasser Fahrbahn bremsen Billigreifen deutlich schlechter als die teuren Markenreifen aus dem Vergleichstest 10/2005. Dort siegte der Goodyear Ultra Grip 7 (78 Euro) vor Dunlop SP Winter Sport 3D (72 Euro) und Pirelli Winter 190 Snowcontrol (75 Euro).

Viele Schadstoffe

Ein weiterer Kritikpunkt an einigen Reifen ist ihr hoher Gehalt polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese gelangen durch Abrieb in die Umwelt und können Krebs erzeugen. Daher sollten PAK aus der Reifenproduktion verschwinden. Die meisten Winterreifen enthalten nur geringe Mengen PAK. Doch gerade bei den Billigreifen gibt es einige unrühmliche Ausnahmen: Die Modelle Sava Eskimo S3, Ökon MS790 und Debica Frigo 2. Bei den Ganzjahresreifen fällt der Dunlop SP 4 All Seasons aus der Reihe.

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