Wintergemüse Meldung

Wintergemüse ist reich an wertvollen Nährstoffen. Selbst Nitrat in Salaten wird neuerdings viel Positives nachgesagt.

Besser aus der Heimat. Gerade im Winter lohnt es, heimisches Gemüse zu kaufen und importierte Treib­hausware zu ignorieren. Groß ist die Auswahl an Kohlsorten, Wurzel- und Knollengemüse wie Pastinaken, Rote Bete und Topinambur. Auch Feld­salat und Chicoreé haben Hoch­saison. Alle liefern wichtige Vitamine, Mineral- und sekundäre Pflanzen­stoffe.

Grünkohl toppt alles. Ein wahrer Knaller aus Ernährungs­sicht ist Grünkohl: 100 Gramm der krausen Blätter liefern nicht nur den kompletten Tages­bedarf an Vitamin C, sondern auch sehr viel Betakarotin und fast die Hälfte des Tages­bedarfs an Folsäure. Damit toppt er Brokkoli und Spinat. Um viele der Nähr­stoffe zu erhalten, sollte er schonend gegart werden.

Kohl stärkt den Darm. Kohlsorten wie Rosen-, Blumen-, Grünkohl und Brokkoli sind generell sehr gesund, denn sie sind reich an Schwefel­verbindungen, den Glukosinolaten. Forscher aus Freiburg konnten 2011 erst­mals nach­voll­ziehen, auf welchem Weg Glukosinolate die Immun­zellen des Darms stärken. In Zukunft könnten diese Stoffe zur Therapie von Darm­erkrankungen genutzt werden. Bereits bekannt ist, dass sie krebs­hemmend und antimikrobiell wirken.

Feld­salat darf sein. Bisher wurde vor Nitrat in Wintergemüse gewarnt. Nitrat gelangt aus dem Boden oder über Dünger in Pflanzen, in dunklen Monaten mehr als sonst. Im Körper kann es über Nitrit in krebs­er­regende Nitrosamine umge­wandelt werden. Inzwischen haben Experten die Warnungen relati­viert: Ein höheres Krebs­risiko durch nitratreiches Gemüse wie Feld­salat ist nicht bewiesen. Studien aus Schweden und den USA zeigen vielmehr: Nitrat kann die Leistungs­fähig­keit der Muskeln erhöhen und speziell bei Älteren die Durch­blutung des Gehirns verbessern. Auch die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit verkündete: Die güns­tigen Wirkungen von Gemüse über­wiegen gegen­über den Risiken durch Nitrat.

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