Wintereinbruch in Deutschland Meldung

Nach wochenlang mildem Wetter ist der Winter in Deutschland angekommen. Auf vielen Straßen herrscht Verkehrschaos. Flugzeuge bleiben am Boden. Und Hausbesitzer müssen wieder Schnee schippen. Nur Wintersportfans freut die weiße Pracht. test.de gibt Tipps, wie Sie mit dem Wintereinbruch zurecht kommen.

Bußgelder für Gucklochfahrer

Die plötzlichen Minusgrade machen vielen Autofahrern zu schaffen: Sie finden ihre Windschutzscheibe vereist oder verschneit vor. Wer jedoch nur schnell ein Guckloch frei kratzt und losfährt, riskiert 10 Euro Bußgeld. Kommt es zu einem Unfall, müssen Gucklochfahrer noch tiefer in die Tasche greifen. 35 Euro Bußgeld sind dann möglich - selbst wenn sie den Unfall nicht verschuldet haben. Autofahrer sollten deshalb alle Scheiben komplett frei Kratzen, das Dach von Schneemassen befreien sowie Außenspiegel, Lichter und Nummernschilder nicht vergessen.

Geeignete Bereifung ist Vorschrift

Wer bisher noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte spätestens jetzt sein Auto passend zum Winter bereifen. Das ist zum einen sicherer: Winterreifen geben auf nassen und glatten Fahrbahnen besseren Halt und kommen schneller zum Stehen. Zum anderen schreibt die Straßenverkehrsordnung inzwischen für alle Autofahrer den Witterungsverhältnissen angepasste Reifen vor. Wer bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen fährt, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Wer den Verkehr wegen ungeeigneter Reifen behindert oder einen Unfall verursacht, zahlt sogar 40 Euro.
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Pflichten für Hausbesitzer

Wenn Schnee fällt, sind entweder Hausbesitzer oder Vermieter für den Winterdienst zuständig. Per Mietvertrag oder Hausordnung können sie diese Pflicht allerdings auf die Mieter übertragen. Dann heißt es: Schnee schippen und bei Glätte streuen. Auf dem Bürgersteig reicht ein Streifen von 1 bis 1,20 Meter Breite, so dass zwei Fußgänger aneinander vorbei kommen. Auf dem Grundstück muss der Haupteingang, der Weg zu den Mülltonnen, Stellplätzen oder Garagen frei sein.

Mehrmals am Tag streuen

Vor sieben Uhr morgens und nach 20 Uhr muss in der Regel niemand mit der Schneeschippe in die Kälte. Ausnahmen gelten etwa für Gastwirte, die während ihrer Öffnungszeiten immer für freie Wege sorgen müssen. Bei Dauerschneefall oder ständigem Eisregen können Mieter oder Hausbesitzer abwarten, bis sich das Wetter beruhigt hat. Wenn die Witterung es verlangt, ist aber mehrmals täglich Schnee schippen angesagt.

Unfälle auf ungeräumten Wegen

Stürzt ein Fußgänger auf einem ungestreuten oder ungeräumten Weg und verletzt sich, holt sich die Krankenversicherung das Geld vom Streupflichtigen zurück. Bei Schmerzensgeldforderungen des Verletzten springt die Haftpflichtversicherung ein. Streut der Versicherte aber nach mehreren Unfällen immer noch nicht, verliert er seinen Versicherungsschutz und muss den Schaden selbst zahlen. Allerdings müssen auch Fußgänger aufpassen und können nicht verlangen, dass ihnen jede kleine Eisfläche aus dem Weg geräumt wird.
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Fit für die Skisaison

Was des Einen Leid, ist des Andern Freud. Anhänger des Wintersports können nun endlich Schlitten, Schlittschuhe und Skier aus dem Keller holen - nicht zu vergessen die passende Skibrille (Vergleichstest 01/2007). Doch wer direkt vom Büro auf die Piste will, riskiert schmerzhafte Verletzungen. Skigymnastik in Kombination mit Kraft-Ausdauertraining ist die ideale Vorbereitung für Abfahrt und Langlauf.
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