Bei Schnee, Frost und Eis müssen Hauseigentümer und Mieter Wege räumen und Wasserleitungen sichern. Sonst kommen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer nicht für Schäden auf.

Vor allem bei der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung stellen wir im Winter vermehrt Schadensmeldungen fest“, sagt Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das liegt nicht nur an brennenden Adventskränzen und Böllern, die nicht da landen, wo sie hinsollen. In Tausenden von Häusern frieren auch Wasserleitungen ein und führen zu großen Schäden – zum Beispiel, wenn sie platzen.

Durchfeuchtete Wände und Decken können für den Hauseigentümer teuer werden. Die Versicherung übernimmt den Schaden nur dann, wenn Eigentümer und Mieter ihre Sorgfaltspflicht erfüllt haben. Wer in den Skiurlaub gefahren ist, ohne darauf zu achten, dass die Wohnung ausreichend beheizt ist, muss selbst für den Wasserschaden aufkommen.

Mit Schnee und Frost kommt noch mehr auf Hauseigentümer und Mieter zu. Sie müssen die Gehwege freischippen. Die Gemeinde regelt, wann: Meist zwischen 7 und 20 Uhr, an Wochenenden ab 9 Uhr.

Mieter sind nur dann dazu verpflichtet, wenn dies im Mietvertrag oder in der Hausordnung steht und diese bei Vertragsabschluss vorlag.

Nicht ohne Haftpflichtversicherung

Verletzt sich ein Passant, weil der Fußweg nicht geräumt war, haftet der Anwohner. Ihm kann gar ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen. Außerdem muss er Schadenersatz zahlen, Krankenhauskosten, Schmerzensgeld und im schlimmsten Fall eine lebenslange Rente.

Es ist deshalb wichtig, dass Hauseigentümer und Mieter eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Vermieter brauchen zusätzlich eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtpolice.

Diese Versicherungen zahlen gerade dann, wenn der Versicherte seine Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllt und deshalb ein Dritter zu Schaden kommt.

Das Bußgeld, das fällig werden kann, wenn Anwohner nicht räumen, übernehmen die Versicherer allerdings nicht.

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