Draußen ist es kalt und diesig – und die Stimmung grau. Wer sich an dunklen Tagen oft über längere Zeit so fühlt, leidet womöglich an Winterde­pression. Ein Aachener Café­betreiber will Abhilfe schaffen: Er bietet zu Milch­kaffee und Muffins Licht­therapie an – ein Bestrahlen mit hellen Lampen, einge­baut in eine Brille. In nordischen Ländern gibt es solche Cafés schon länger. Licht­mangel ist schuld an der Winterde­pression. Betroffene sind nicht nur mal ein biss­chen nieder­geschlagen. Sie werden schwermütig, lethargisch, legen an Gewicht zu und würden am liebsten rund um die Uhr schlafen. Die Licht­therapie ist anerkannt, psychiatrische Kliniken und Praxen wenden sie an (www.test.de/lichttherapie). Auch für den Haus­gebrauch gibt es Geräte. Um eine Winterde­pression zu behandeln, gilt eine Beleuchtungs­stärke von 2 500 und 10 000 Lux als angemessen.

Tipp: Ob im Café oder zuhause – wer in Eigen­regie eine Licht­therapie machen will, sollte vorher zum Arzt. Der schließt Krankheiten mit ähnlichen Symptomen aus, etwa Schild­drüsen-Unter­funk­tion.

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