Windows XP Service Pack 2: Tipps

test.de erklärt Punkt für Punkt, wie Sie zu zusätzlicher Sicherheit durch Installation des Service Pack 2 kommen.

  • Voraussetzungen. Das Service Pack 2 ist für alle Windows XP Versionen inklusive der Media Center Edition und der Variante für Tablet PC geeignet.
  • Quellen. Das Service Pack 2 bekommen Sie als CD, die Sie kostenlos bei Microsoft bestellen können, als Datei zum Download (265 Megabyte) oder über das Windows-Update online (je nach System bis zu 100 Megabyte). Per Download oder Online-Update sollten Sie das Service Pack 2 nur beziehen, wenn Sie über einen DSL-Anschluss verfügen. Über einfache Telefon- oder ISDN-Leitungen dauert die Übertragung der gesamten Update-Daten weit über 10 Stunden. Wenn Sie regelmäßig das Windows-Update benutzt haben, sollten Sie mit einem DSL-Anschluss auch das Service Pack 2 auf diese Weise herunterladen. Dateien, die Sie bereits installiert haben, werden nicht noch einmal übertragen. Sie sparen dadurch Download-Zeit und -Volumen. Bei Telefon- oder ISDN-Anschluss ist es günstiger, die CD bei Microsoft zu ordern. Sie liegt auch verschiedenen Computerzeitschriften bei.
  • Download. Wenn Sie das Service Pack herunterladen wollen, sollten Sie einen Download-Manager verwenden. Bei einem Verbindungsabbruch müssen Sie sonst jedesmal ganz von vorn beginnen. Download-Manager machen dort weiter, wo der vorherige Versuch abbrach.
  • Sicherung. Vor der Installation sollten Sie alle Daten vollständig sichern. Vor allem bei älteren Systemen kann die Installation des Service Pack 2 im Einzelfall dazu führen, dass der Bildschirm dunkel bleibt. Zur Anfertigung einer Sicherungskopie ihrer Festplatte(n) bieten sich Programme wie SmartBackup oder SystemRecovery an.
  • Installation. In der Regel reicht es aus, wenn Sie die CD einlegen. Die Installation startet dann automatisch. Falls nicht, klicken Sie auf Start und Ausführen und starten das Programm XPSP2.EXE auf der CD von Hand. Wenn Sie das Service-Pack als Downloaddatei WindowsXP-KB835935-SP2-DEU.exe aus dem Internet heruntergeladen haben, starten Sie auf die gleiche Art und Weise dieses Programm. Beim Online-Update müssen Sie nur den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.
  • Neustart. Beim Neustart des Computers nach Abschluss der Installation meldet sich die neue Sicherheitszentrale. Sie schlägt vor, das automatische Online-Update zu aktivieren. Bei Verbindung zum Internet prüft Windows dann automatisch, ob neue Sicherheitsupdates verfügbar sind. Wenn ja, werden die Daten automatisch im Hintergrund übertragen und installiert. Nötig ist die Aktivierung der Automatik nicht. Sie können Ihr System durch regelmäßige Besuche beim Windows-Update auch selbst auf dem aktuellen Stand halten.
  • Kontrolle. Wenn Sie die Installation abgeschlossen und Ihren Computer neu gestartet haben, sollten Sie zunächst testen, ob zumindest die Programme, die Sie häufig nutzen, anstandslos funktionieren. Falls nicht, surfen Sie zum Anbieter der Software. Die meisten Unternehmen halten kleine Programme zur Anpassung an das Service Pack 2 bereit. Auch für Probleme mit einzelnen Hardware-Komponenten sind solche Anpassungen verfügbar.
  • Einstellungen. Das Service Pack 2 verwendet sicherheitsorientierte Voreinstellungen. Sie sollten diese Einstellungen nur ändern, wenn das unbedingt erforderlich ist. Insbesondere, wenn die Firewall meldet, dass ein Programm eine Verbindung ins Internet aufbauen will, sollten Sie das nur zulassen, wenn die Verbindung wirklich nötig ist. Jede Öffnung in der Firewall ist eine potenzielle Sicherheitslücke.
  • Netzwerk. In lokalen Netzwerk sollten Sie Ausnahmen im Firewall-Schutz auf Zugriffe aus dem eigenen Netzwerk (Subnetz) oder von einzelnen PCs (benutzerdefinierte Liste) begrenzen. Sonst ermöglichen Sie Zugriffe von beliebigen Rechnern im Internet aus.
  • Virenschutz. Ein Virenscanner ist nicht fest in Windows eingebaut. Allerdings überprüft Windows nach der Installation des Service Pack 2, ob ein aktueller Virenscanner korrekt installiert ist. Wenn Sie noch keinen Virenscanner verwenden, sollten Sie unbedingt einen solchen installieren. Wenn Sie eine Sicherheitswarnung erhalten, obwohl Sie einen aktuellen Virenscanner verwenden, schauen Sie auf der Homepage des Anbieters, ob für das Service Pack 2 eine spezielle Anpassung erforderlich ist.
  • Extra-Sicherheit. Noch mehr Sicherheit ist durch Installation einer Extra-Firewall möglich. Auch die in viele DSL-Router eingebauten Schutzmechanismen können zusätzliche Sicherheit bringen. Die richtige Einstellung solcher Firewalls erfordert jedoch Erfahrung. Bei zu viel Sicherheit leidet die Funktion, bei zu viel Funktion die Sicherheit.
  • Dialerschutz. Gegen Dialer bietet auch das Service Pack 2 keinen besonderen Schutz. test.de hat Informationen und Tipps zum Schutz gegen Abzocker.

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