Wind­ows 8 anpassen mit Classic Shell

Schritt 1: Classic Shell installieren

Das Programm Classic Shell ist leicht zu installieren. Damit die Menü­punkte auch in deutscher Sprache ange­zeigt werden, ist ein weiterer Schritt nötig. Nach erfolg­reicher Installation lässt sich die Wind­ows-Oberfläche nach Belieben anpassen.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Schritt 1: Classic Shell installieren
  3. Schritt 2: Verknüpfungen ändern

Classic Shell installieren

Wind­ows 8 anpassen mit Classic Shell - Fenster statt Kacheln
Auswahl zwischen Programm­modulen.

Das eng­lisch­sprachige Installations­programm lässt sich auf der Startseite des Anbieters herunter­laden. Nach dem Start und dem Annehmen der Lizenz­ver­einbarungen fragt es zunächst, welche Programm­teile der Nutzer installieren will. Für die Wieder­einführung des Start­menüs und das Über­springen der Kachel­ansicht reicht das Modul „Classic Start Menu“. Die Module „Classic Explorer“ und „Classic IE9“ ermöglichen weitere Anpassungen des Wind­ows Explorers und des Internet Explorers. „Classic Shell Update“ meldet dem Nutzer, wenn es eine neue Programm­version gibt. Nach Auswahl der gewünschten Programm­teile auf „Next“, dann auf „Install“ klicken, und das Programm wird installiert. Danach findet sich in der Desktop-Ansicht von Wind­ows 8 links unten wieder der gute, alte Start­knopf mit dem klassischen Start­menü. Außerdem ist Classic Shell nach der Installation so voreinge­stellt, dass der Rechner beim Hoch­fahren die Kachel­ansicht von Wind­ows 8 über­springt und direkt mit dem Desktop startet.

Einstell­menü eindeutschen

[Update vom 25.10] Mitt­lerweile hat Clas­sicShell eine neue Version seiner Software veröffent­licht. Mit dieser findet bereits die Installation auf Deutsch statt, und der Nutzer findet anschließend auch das Einstell­menü auf Deutsch vor. Ein weiteres Sprach­paket müssen Anwender also nicht mehr downloaden. Die neue Version Classicshell 4.0.2 stellt der Anbieter in seinem Download­bereich bereit. [Ende Update]

Über sein Einstell­menü ermöglicht Classic Shell detaillierte Anpassungen der Wind­ows-Oberfläche. Nach der Installation erscheint dieses Menü allerdings zunächst auf Eng­lisch. Wer Wert auf eine deutsch­sprachige Nutzerführung legt, kann auf einer separaten Seite mit Classic-Shell-Übersetzungen die Datei für die deutsche Über­setzung („de-DE.DLL“) herunter­laden. Diese Datei muss er dann von Hand in das Verzeichnis kopieren, in das Classic Shell installiert wurde. In der Regel wird er das auf dem System­lauf­werk „C:“ im Ordner „Programme“ finden. Nach einem Neustart des Rechners erscheinen die Einstell­menüs von Classic Shell dann komplett auf Deutsch. Diese Über­setzungs­dateien gelten allerdings nur für die jeweils aktuelle Programm­version. Nach einem Classic-Shell-Update muss auch eine aktualisierte deutsch­sprachige Nutzerführung installiert werden.

Mehr Einstel­lungen

Wind­ows 8 anpassen mit Classic Shell - Fenster statt Kacheln
Das Einstellungs­fenster startet in der „Grund­einstellungs“-Ansicht.

Um ins Einstell­menü von Classic Shell zu gelangen, klickt der Nutzer in der Desktop-Ansicht von Wind­ows mit der rechten Maustaste auf den neuen Start­knopf links unten und wählt den Eintrag „Einstel­lungen“. Links unten hat der Nutzer hier die Wahl zwischen den „Grund­einstel­lungen“ und den noch viel weiter reichenden „Allen Einstel­lungen“. Auch wer gar nicht so viele Einstel­lungen verändern will, sollte hier auf „Alle Einstel­lungen“ umschalten. Denn diese erweiterten Einstel­lungen sind auf mehrere Reiter verteilt und so über­sicht­licher ange­ordnet. Das hilft beim Stöbern.

Lieblings-Start­menü und Schluss mit Kacheln

Wind­ows 8 anpassen mit Classic Shell - Fenster statt Kacheln
Start­menüs in drei Geschmacks­richtungen.

Entscheidend sind vor allem zwei dieser Reiter: Unter „Start­menü Style“ wählt der Nutzer, ob sein neues Start­menü im Stil von Wind­ows Vista/7, von Wind­ows XP oder im klassischen Stil noch älterer Wind­ows-Versionen erscheint. Voreinge­stellt ist eine alte Klassik-Version. Unter „Wind­ows 8 Einstel­lungen“ lässt sich einstellen, ob der Rechner beim Hoch­fahren die Kachel­oberfläche (hier „Metro Bild­schirm“ genannt) über­springt. Wer mag, kann hier auch gleich noch die mit Wind­ows 8 einge­führten „aktiven Ecken“ abschalten, die bestimmte Aktionen hervorrufen, wenn der Maus­zeiger in eine der vier Bild­schirm­ecken gelangt. Danach verhält sich der Wind­ows-8-Rechner genau wie ein Wind­ows-7- oder -XP-Rechner. Zumindest theoretisch. Doch sind bei Wind­ows 8 viele Datei­typen derart mit bestimmten Wind­ows-8-Apps verknüpft, dass sie den Nutzer dann doch wieder auf die Kachel­ansicht zurück­bringen. Um dies zu ändern, sind weitere Einstel­lungen nötig.

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

StiTest am 03.07.2013 um 15:13 Uhr
Tatsächlich verwirrend!

Absolut abschreckend, wenn man als langjähriger Windows-Nutzer zum ersten Mal den Kachelbildschirm sieht - noch dazu mit wechselnden und blinkenden Inhalten (Werbung) in den einzelnen Kacheln. Wer seinen PC als Werkzeug für Beruf und Hobby versteht, der wird nichts Eiligeres zu tun haben, als diesen Unfug schnellstmöglich abzuschalten.
Deshalb mein Dank an den Verfasser dieser Anleitung. Trotzdem bleibt als Manko der primitive Anmeldebildschirm, der eben auch nur für kleine Displays sinnvoll ist aber nicht für große Bildschirme.
Es gibt auch keinen Grund, warum man auf dem PC die Apps nutzen soll, wenn dafür genügend bewährte Programme zur Verfügung stehen - außer, dass man gezwungen wird, sich dafür bei Microsoft ein Konto einzurichten. Wenn Microsoft diese Apps nur deshalb auf den PC gebracht hat, um Nutzerdaten zu sammeln, so hat sie sich und den Nutzern damit einen schlechten Dienst erwiesen.
Der Einbruch bei den Verkaufszahlen für Rechner mit Win 8 ist daher nachvollziehbar.

StiTest am 03.07.2013 um 15:05 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

espressonista am 27.06.2013 um 10:13 Uhr
vielleicht erstmal ausprobieren, dann posten

"Wieder einmal hat Microsoft ein Produkt geliefert, dass nicht den Anforderungen der Nutzer, sondern denen von Microsoft gerecht wird: Mit aller Macht die Millionen Nutzer aus dem Windows-Monopol zum Kacheln zwingen, um die kritische Masse für das weit zurückliegende Handy-OS zu erreichen"
Sorry, das zeugt von absoluter Unkenntnis der Materie. In informierten Kreisen gilt Windows Phone 8 als das bessere Smartphone-OS. Aber jetzt ist der ach so unverzichtbare Startbutton ja wieder da: http://www.teltarif.de/microsoft-windows-8-1-start-button/news/51523.html

caruso1 am 05.06.2013 um 12:52 Uhr
...in einem Punkt besser?

So geht's bei Vista:
...einfach die Anfangsbuchstaben des gewünschten Programmes im "Startmenü" eintippen - schon wird jenes herausgefiltert, mit Enter starten, fertig.
Wieder einmal hat Microsoft ein Produkt geliefert, dass nicht den Anforderungen der Nutzer, sondern denen von Microsoft gerecht wird: Mit aller Macht die Millionen Nutzer aus dem Windows-Monopol zum Kacheln zwingen, um die kritische Masse für das weit zurückliegende Handy-OS zu erreichen.
Sollte damit tatsächlich erreicht werden, dem anderen Monopolisten Apple Konkurrenz zu machen, wäre zwar nicht den PC-Usern, aber den Handy-Nutzern geholfen.

espressonista am 30.05.2013 um 17:43 Uhr
Tendenziös

"keine richtig runde Sache", "verwirrend", "auf die der Nutzer bei der täglichen Arbeit immer wieder zurück­geworfen wird", "wirkt unpassend", "nervt einfach nur".... Ich habe den Eindruck, dass hier ein Detail in überzogener Weise herausgehoben wird - zuungunsten der Vorteile. Den hier geschilderten subjektiven Eindruck von der Arbeit mit Windows 8 kann ich trotz anfänglicher großer (!) Skepsis nicht bestätigen. Auch ich hatte zu sehr auf Kritik am neuen Windows gehört, musste mich dann aber durch die Praxis eines Besseren belehren lassen. Ich gewöhnte mich schnell an die neue Aufteilung, sie ist sogar in einem Punkt besser: einfach die Anfangsbuchstaben des gewünschten Programmes im "Kachelmenü" eintippen - schon wird jenes herausgefiltert, mit Enter starten, fertig. Der Tipp mit der Classic Shell ist zwar ganz nett (und nicht ganz neu ;) ), aber der Einstieg in die Meldung enthält doch etwas zu viel Windows-8-bashing.