Checkliste für Windkraft-Investoren

Windgeschwindigkeit: An dem Standort sollte mindestens eine Windgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde in Nabenhöhe herrschen. Im Binnenland ist das eher selten. Mindestens zwei unabhängige Gutachten sollten die Windgeschwindigkeit nachweisen.

Windstromertrag: Bei der Berechnung des Windstromertrags sollte stets ein Sicherheitsabschlag von 10 Prozent einberechnet sein.

Rentabilität: Die Investitionen in den Windpark im Verhältnis zur jährlichen Stromausbeute sollten in der Regel nicht höher als 1,40 Mark (0,72 Euro) je Kilowatt liegen. Höhere Investitionen sind allenfalls bei besonders günstigen Betriebskosten akzeptabel.

Kosten: Die jährlichen Kosten für Betriebs- und Geschäftsführung sollten höchstens mit 4 bis 6 Prozent des Stromertrags zu Buche schlagen.

Technik: Anleger sollten nachfragen, ob für die ausgewählten Windturbinen eine zertifizierte Leistungskennlinie vorliegt. Nur dieses Testat ermöglicht eine realistische Einschätzung der Ertragschancen. Riskant ist es dagegen, sich auf Windparks mit neuen Anlagen oder Prototypen von Turbinen einzulassen.

Wirtschaftlichkeitsprüfung: Unverzichtbar ist die Prüfung des Prospekts durch einen Wirtschaftsprüfer. Den wirtschaftlichen Erfolg kann aber auch sein Siegel nicht garantieren.

Steuern: Die Anfangsinvestitionen der Windparks können Anleger steuerlich als Verluste in den ersten ein bis drei Jahren geltend machen. Die Höhe der Verlustzuweisung muss aber unter 50 Prozent des angelegten Geldes liegen. Wer wegen Steuervorteilen in Windkraft investiert, sollte sie sich vorher vom Steuerberater durchrechnen lassen.

Weitere Informationen:

Bundesverband Windenergie (BWE) e.V.
Herrenteichsstr. 1
49074 Osnabrück
Tel. 05 41/3 50 60-0
Fax 05 41/3 50 60-30
E-Mail: info@wind-energie.de
www.wind-energie.de

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