Baby­windeln im Test: Welche Windeln gut und günstig sind

Baby­windeln im Test - Welche Windeln gut und günstig sind

Baby im Glück. Bei den Schad­stoffen fanden wir bei keiner Windel keine Auffälligkeiten.

Ungefähr 5 000 mal wickeln Eltern ihr Kind, bis es trocken ist. Da müssen Qualität und Preis stimmen. Hier finden Sie den Baby­windel-Test der Stiftung Warentest.

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Test Baby­windeln im Test 21.07.2021
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Anbieter­versprechen: 12 Stunden Trockenheit

Viele Anbieter versprechen, dass Ihre Windeln für bis zu zwölf Stunden Trockenheit sorgen. Amazon garan­tiert für die Mama-Bear-Windeln „Über­nacht-Schutz“. Lidl wirbt mit „Magical Tubes“ für ein lang anhaltendes Trocken­heits­gefühl. Lillydoo bezeichnet seine Windeln als „sagenhaft saugend“. Wir wollten es genau wissen: Wie gut halten die Windeln trocken? Sind sie angenehm zu tragen? Gefährden Schad­stoffe die empfindliche Babyhaut?

Spartipp: Mit fünf Windeln am Tag sparen Eltern mit der richtigen Wahl einer güns­tigen und gut getesteten Windel bis zu 255 Euro im Jahr gegen­über dem Testsieger.

Das bietet der Baby­windel-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Die Stiftung Warentest prüfte elf Einwegwindeln der Größe 4, oft auch als Maxi gekenn­zeichnet. Gedacht sind sie für Kinder zwischen etwa 8 und 14 Kilogramm, einige Anbieter empfehlen sie sogar von 7 bis 18 Kilogramm. Die Auswahl umfasst Marken­anbieter wie Pampers, Hipp, Lillydoo, aber auch Handels­marken wir dm, Lidl, Edeka. Die Windeln kosten zwischen 12 und 38 Cent pro Stück.
  • Kauf­beratung. Die besten Windeln im Test liefen nur sehr selten aus und hielten die Haut schön trocken. Der Test beant­wortet auch die Frage, ob es immer Marken­windeln sein müssen oder ob Windeln von Handels­marken ebenfalls trocken halten.
  • Thema Müll. Täglich landen in Deutsch­land zehn Millionen Einwegwindeln im Abfall. Mehr­wegwindeln können den Müll­berg verkleinern. Der Test erklärt, unter welchen Bedingungen Stoff­windeln einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als Einwegwindeln. Und wie Eltern auch mit Einwegwindeln ein sauberes Gewissen behalten können.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 8/2021.

Baby­windel: Nichts sollte daneben gehen

Maxis sind die am häufigsten gekaufte Größe unter Baby­windeln. Kinder tragen sie ungefähr vom ersten bis zum dritten Geburts­tag. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Maxis. Anfangs krabbeln manche Kinder noch, später rennen, klettern, rutschen sie damit. Nichts sollte daneben gehen – weder beim Spielen noch im Schlaf.

Sieben der elf Windeln erfüllen diese Ansprüche. Die Sieger liefen nur sehr selten aus und hielten die Haut schön trocken.

Bildergalerie: Baby­windeln im Labortest

Schritt für Schritt: So läuft der Labortest ab.

Baby­windeln im Test - Welche Windeln gut und günstig sind

Flüssig­keit fließt auf die Windel.

Baby­windeln im Test - Welche Windeln gut und günstig sind

Saugkanäle verteilen die Nässe.

Baby­windeln im Test - Welche Windeln gut und günstig sind

Filter­papier saugt die Restnässe auf und wird gewogen.

Familien testen die Windeln in der Praxis

Um die besten Windeln zu finden, hat die Stiftung Warentest Aufwand getrieben. Insgesamt waren 254 Familien für den Test im praktischen Einsatz. Jede bekam nach­einander bis zu sechs verschiedene Produkte. So musste sich jede Windelsorte in 104 Familien bewähren. Fast 53 000 Exemplare kamen am Ende für den Windel-Test zusammen.

Die Mütter und Väter führten über die Machenschaften ihrer Knirpse akribisch Buch. Sie notierten, wie dicht die Windeln hielten, ob Babys Haut feucht oder trocken war, ob sich Rötungen oder wunde Stellen am Popo zeigten. Außerdem hielten sie fest, wie weich sich die Windel anfühlt, wie gut sie sich an- und ausziehen lässt, welche sie empfehlen und welche sie lieber nicht kaufen würden.

Auf den Saugkern kommt es an

Wichtigster Bestand­teil einer Windel ist ihr Saugkern. Er ist gefüllt mit sogenanntem Super­absorber, einem Kunststoff, der das Vielfache seines Eigengewichts an Flüssig­keit aufsaugen und speichern kann.

Manche Anbieter verwendet für ihre Windeln besonders effektive Super­absorber: In manchen Windeln saugen 14 Gramm Super­absorber bis zu 344 Gramm Flüssig­keit auf – rund das 25-fache des Eigen­wichts. Zusätzlich verteilen Saugkanäle die Flüssig­keit schnell und gleich­mäßig in der Windel. So bleibt der Po tatsäch­lich auch nachts trocken.

Acht Fakten rund um Windel und Windeltest

  • 95 Prozent der Kinder in Deutsch­land tragen in den ersten Lebens­jahren Einwegwindeln.
  • Fast 53 000 Windeln gaben wir an unsere Probanden aus. Aufeinander­gestapelt sind sie fast so hoch wie das Empire State Building in New York.
  • Pampers Baby-Dry wiegt leer nur 29 Gramm. Jedes Gramm mehr bedeutet 5 Kilogramm mehr Müll über die gesamte Windeltrage­zeit.
  • Der Super­absorber in Pampers Premium Protection saugt fast das 25-Fache seines Eigengewichts an Flüssig­keit auf.
  • Ungefähr 5 000 Einwegwindeln verbraucht ein Kind, bis es ­trocken ist.
  • 154 680 Tonnen Windeln landen jedes Jahr im hiesigen Hausmüll. Das sind rund 15 500 volle Müll­autos.
  • Nach 23 Monaten starten Familien in Deutsch­land im Durch­schnitt mit dem Toilettentraining.
  • Jede Windel musste sich in 104 Familien im Praxis­test bewähren.

Sparen mit Windeln: Marken­windel oder Handels­marke?

Marken­windeln haben ihren Preis: Pampers Baby-Dry kosten 21 Cent pro Stück, die Premium Protection 26 Cent, Lillydoo im Einzel­kauf sogar 38 Cent.

Mit 12 bis 13 Cent pro Stück sind Windeln der Handels­marken von dm, Edeka und Lidl nur halb beziehungs­weise ein Drittel so teuer. Mit fünf Windeln am Tag sparen Eltern mit den Handels­marken bis zu 255 Euro im Jahr gegen­über Marken­windeln. Der Test zeigt, ob sie trotzdem gut vor dem Auslaufen schützen, den Po trocken halten und angenehm auf der Haut liegen.

Windeln und Schad­stoffe: Wir geben Entwarnung

Wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht, reagieren viele Eltern dünn­häutig. Vor zwei Jahren sorgte eine Studie der französischen Umwelt­schutz­behörde Anses auch hier­zulande für Aufsehen. In Baby­windeln hatte sie Schad­stoffe wie poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) und Dioxine entdeckt. Die Behörde warnte, Urin könne die Schad­stoffe aus Windeln lösen und in Kontakt mit der Babyhaut etwa Unver­träglich­keiten verursachen.

Stiftung Warentest hat die Windeln ebenfalls auf eine Vielzahl von Schad­stoffen untersucht – auch auf jene, die damals von der Anses gefunden worden sind. Keine der in diesem Test geprüften Windeln setzte kritische Schad­stoff­gehalte frei.

Maxi-Windeln passen oft nur bis 14 Kilo

Übrigens: Die Windeln mancher Anbieter tun sich schwer mit schweren Kindern. So gibt es Maxi­windeln, die laut Anbieter auch für Kinder bis zu 18 Kilogramm passen sollen. Der Test zeigte aber: Viele Modelle sind schwereren Kindern oft zu eng. Mehr Details dazu im Testbe­richt.

Buch­tipp: Babys für Einsteiger

Baby­windeln im Test - Welche Windeln gut und günstig sind

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Nutzer­kommentare, die vor dem 21. Juli 2021 erschienen sind, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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