Ein Auto­fahrer, der behauptet, durch einen Wild­unfall seien Beschädigungen am Fahr­zeug entstanden, muss dafür Beweise erbringen. Nur dann kann er von seiner Teilkasko­versicherung die Regulierung des Schadens verlangen. Geklagt hatte eine Frau, deren Freund mit ihrem Pkw angeblich in einen Wild­unfall verwickelt gewesen war. Er hatte behauptet, dass er einem großen Wildtier ausgewichen sei, um eine Kollision zu vermeiden. Dadurch sei das Auto gegen eine Leitplanke geprallt. Der dabei entstandene Schaden betrug 7 000 Euro. Der Versicherer lehnte die Regulierung ab und das Gericht gab ihm recht. Die Beschädigung durch das Ausweichmanöver könne zwar grund­sätzlich Gegen­stand des Teilkasko­vertrages sein. Den Nach­weis, dass es über­haupt statt­gefunden hat, habe die Klägerin aber nicht geliefert (Az. 6 O 97/16).

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