Wildpilze Meldung

Der Sommer endet, die Pilze sprießen. Aber wer jetzt zum Pilzesammeln in den Wald geht, sollte einiges bedenken. Denn Pilze enthalten nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern zum Teil auch schädliche Schwermetalle oder sogar Gift.

Vorbereitungen treffen: Nehmen Sie luftdurchlässige Körbe oder Einkaufsnetze mit. Denn in Plastiktüten und Taschen verderben Pilze sehr schnell.

Auf der Pirsch: Wählen Sie nur Pilze aus, die Sie gut kennen. Manche essbaren Vertreter haben giftige Doppelgänger. Bestes Beispiel: Champignon und Knollenblätterpilz. Neuerdings warnt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie auch vor Grünlingen, die bereits Todesfälle verursacht haben. Sie wachsen ab September unter Kiefern und auf Sandböden.

Richtig ernten: Schneiden Sie die Pilze mit einem Messer ab oder drehen Sie die Stängel heraus. Ausreißen würde die jah­realten Wurzelgeflechte zerstören.

Wieder zu Hause: Die gesammelten Wild­pilze sollten nur kurz abgewaschen werden, ein Bad verwässert das Aroma. Bei Zuchtpilzen reicht es, sie mit einem Pinsel oder Tuch zu reinigen.

Reste verwerten: Pilze verderben rasch. Aber gut gereinigt und gekühlt halten sie sich bis zu drei Tagen. Geputzt und blanchiert lassen sie sich auch einfrieren.

Nach der Mahlzeit: Einmal gekochte Pilze können wieder aufgewärmt werden. Bedingung: Gericht schnell abkühlen und nicht länger als einen Tag stehen lassen.

Über Nährwerte freuen: Pilze enthalten B-Vitamine, reichlich Ballaststoffe, viel Eisen, Phosphor, Kalium, Zink und Selen. Außerdem sind sie figurfreundlich: 100 Gramm haben nur 15 Kilokalorien.

Maß halten: Wildpilze speichern Schwermetalle wie Blei, Kadmium, Quecksilber aus dem Waldboden. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, nicht mehr als 250 Gramm pro Woche zu essen. Kleinkinder und Schwangere sollten auf Zuchtpilze umsteigen.

Tipp: Die Broschüre „Pilzvergiftungen“ ist für 5 Euro zu bestellen: Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Thielallee 88–92, 14195 Berlin, Fax: 0 30/84 12-49  70, E-Mail: pressestelle@bgvv.de

Dieser Artikel ist hilfreich. 78 Nutzer finden das hilfreich.