Wildfrüchte Die Vitamin-C-Bomben

23.09.2010

Jetzt ist Sammelzeit für wilde Beeren. Sie schmecken nicht nur, sondern bieten oft auch mehr Vitamin C als Zitronen. test stellt die interessantesten vor.

Hagebutte

Die tiefroten Früchte der Heckenrose wachsen an Wald- und Feldrändern. Ihr Vitamin-C-Gehalt ist unglaublich hoch: Er liegt bei über 1 000 Milligramm pro 100 Gramm – 20-mal höher als bei Zitronen. Vitamin C wirkt antioxidativ und kann helfen, Erkältungen schneller abklingen zu lassen. Der Körper braucht am Tag 100 Milligramm Vitamin C. Das Mark der Hagebutte kann zu Saft, Marmelade, Desserts und Likör verarbeitet werden. Dazu die Früchte waschen, Blüten und Stiele entfernen, aufschneiden, Kerne mit Härchen entfernen. Früchte eine Viertelstunde in wenig Wasser kochen, durchsieben.

Tipp: Tee aus frisch gepflückten oder getrockneten Hagebutten beugt gut Erkältungen vor.

Sanddorn

Die orangenen Beeren des Sanddornstrauchs wachsen vor allem an den Nord- und Ostseeküsten. Die sauren, leicht herben, bitteren Beeren werden mit Zucker oder Honig verarbeitet. Als Saft, Sirup, Konfitüre verfeinern sie viele Speisen. Sanddorn liefert viel Vitamin C: im Durchschnitt 450 Milligramm pro 100 Gramm. Er bietet auch Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, B- und E-Vitamine.

Tipp: Zum Verarbeiten die Früchte in Wasser durchkochen, den Fruchtbrei durch ein Tuch ablaufen lassen. Dabei geht nur wenig Vitamin C verloren.

Schwarzdorn und Sauerdorn

Die bläulichen, kirschgroßen Schwarzdornbeeren (Schlehen) und roten, länglichen Berberitzen (Sauerdorn) wachsen wild oder werden in Gärten kultiviert. Beide sind sehr sauer, erst nach dem ersten Frost gewinnen sie an Aroma. Reife Schlehen enthalten viele Vitamine, ebenso frische Berberitzen. Getrockneten Berberitzen geht hingegen das Vitamin C verloren.

Tipp: Konfitüre aus diesen Beeren mit Birnen- oder Apfelstücken kochen.

Richtig sammeln

Pflücken Sie nur, was Sie zuordnen können. Handschuhe schützen vor Dornen. Verarbeiten Sie die Früchte noch am selben Tag. Nur so viel pflücken, wie man braucht: Wildsträucher sind Nistplätze für Vögel und Futterquelle für Kleintiere.

23.09.2010
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