Trauschein oder nicht – fürs Finanzamt ist das ein großer Unterschied. Nur gesetzlich Unterhaltspflichtige wie Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften können Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Doch nun hat das Bundesfinanzministerium die Abgrenzung gelockert: Wer mit der unterstützten Person zusammen lebt und „aus einem Topf wirtschaftet“, kann 7 188 Euro geltend machen. Abzuziehen sind Sozial- und Arbeitslosenhilfe, wenn sie 624 Euro im Jahr überschreiten. Die unterstützte Person muss schriftlich bestätigen, dass sie mit dem Unterhaltszahler in Hausgemeinschaft lebt, keine öffentlichen Mittel und keine sonstigen Einkünfte bezieht (Schreiben des Bundesfinanzministeriums, Az. IV C 4-S 2285-16/03).

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