Wikifolio Indexzertifikate Für lang­fristig orientierte Anleger unge­eignet

17.06.2014
Wikifolio Indexzertifikate - Für lang­fristig orientierte Anleger unge­eignet

Über die Direkt­bank der Sparkassen können Anleger Sparpläne auf sogenannte Wikifolio-Indexzertifikate abschließen – gebührenfrei. Die monatlichen Raten dürfen zwischen 50 und 500 Euro liegen. Finanztest nennt die Vor- und Nachteile dieser Sparform.

Angebot

Der Sparkassen Broker, die Direkt­bank der Sparkassen, bietet Sparpläne auf sogenannte Wikifolio-Indexzertifikate an. Wikifolio.de ist eine Onlineplatt­form, auf der Internetnutzer ihre Wert­papierdepots veröffent­lichen und pflegen. Für mehr als 1 000 Wikifolio-Depots gibt es börsen­gehandelte Zertifikate. Beim Sparkassen Broker können Anleger für 13 Wikifolio-Zertifikate Sparpläne mit Raten zwischen 50 und 500 Euro pro Monat abschließen. Dabei entstehen ihnen keine Trans­aktions­kosten.

Vorteil

Anleger können zwischen verschiedenen Strategien wählen und jeder­zeit bis ins Detail sehen, auf welche Wert­papiere sie setzen.

Nachteil

Viele der Depots sind spekulativ und von der Risiko­streuung eines welt­weit anlegenden Aktienfonds weit entfernt. Die internen Kosten inklusive Erfolgs­gebühr (zwischen 5 und 30 Prozent des Anla­geerfolgs) sind oft deutlich höher als bei börsen­gehandelten Indexfonds (ETF). Das angesparte Kapital ist nicht als Sonder­vermögen geschützt, sondern von der Zahlungs­fähig­keit des Zertifikate­heraus­gebers Lang & Schwarz abhängig.

Finanztest-Kommentar

Für lang­fristige Sparpläne sind die Wikifolio-Zertifikate unge­eignet. Wer ernst­haft mit Aktien für die Alters­vorsorge sparen will, sollte einen ETF-Sparplan abschließen.

17.06.2014
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