Wiener Würst­chen im Test

Dünnere Folien sollen Müll reduzieren

25.09.2019
Wiener Würst­chen im Test - Die besten aus dem Kühl­regal
Mit Deckel. Sie essen nur zwei Wiener? Der Rest ist im wieder­verschließ­baren Rügen­walder-Becher gut aufgehoben.
Für zwei Mahl­zeiten. Wer bloß vier Wiener serviert, öffnet nur eine Hälfte. Die übrigen Würste bleiben geschützt. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Was gute Würst­chen­verpackungen ausmacht – und was die Anbieter tun, um das Aufkommen an Plastikmüll zu verringern.

Wiener Würst­chen im Test Alle Testergebnisse für Wiener Würst­chen 10/2019

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Eine gute Verpackung schützt gekühlte Wiener vor Keimen und hält sie lange frisch. Das gewähr­leisten im Test Plastik-Tiefziehschalen oder -becher, die eine Schutz­atmosphäre aus Kohlen­dioxid und Stick­stoff enthalten. Sie sorgt dafür, dass sich Mikro­organismen nicht so schnell vermehren. Alternativ schützt eine Vakuum­verpackung aus Folie die Würst­chen vor Verderb.

Was wir bewerten. Ist der Hunger groß, kommt es darauf an, wie einfach sich die Packungen öffnen und wie gut sich die Wiener entnehmen lassen. Das klappte im Test bei allen gut bis sehr gut. Ein Vorteil – etwa für kleine Haushalte – kann es sein, wenn Packungen wie die von Rügen­walder und Lidl Metzger­frisch wieder­verschließ­bar sind. Diese Punkte bewerten wir im Urteil „Verpackung“. Dort fließt auch ein, ob Verbraucher Hinweise zur Entsorgung finden: So steht etwa bei Rügen­walder nicht, dass die Alufolie vom Plastikbecher abzu­lösen ist, damit später jedes Material sortenrein recycelt werden kann.

Was wir nicht bewerten. Zunehmend fragen uns Leser, warum wir angesichts des vielen Plastikmülls nicht die Umwelt­verträglich­keit der Verpackungen bewerten. Das würden wir gern tun, es fehlen derzeit aber belast­bare Bewertungs­grund­lagen – wie zum Beispiel vergleich­bare Ökobilanzen für unterschiedliche Materialien.

Was die Anbieter tun. Wir fragten nach: Gutfried und viele Handels­ketten wie Lidl, Aldi Nord, Aldi Süd, Rewe oder Kauf­land haben nach eigenen Angaben auf dünnere Folien umge­stellt, um Plastik zu sparen, oder wollen demnächst die Folienmenge verringern. Biolust setzt auf Oberfolien, die zu einem Drittel aus Papier bestehen. Wiesenhof geht davon aus, dass die Zweikammerschale das Risiko für Lebens­mittel­verschwendung reduziert.

Tipp: Wie Sie selbst Verpackungs­müll vermeiden können, lesen Sie in unserem Special Verpackungsmüll.

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